Nach rechtsunwirksamer Kündigung: Arbeiter erhält 20.000 Euro
ROHRBACH-BERG. Fast 1,7 Millionen Euro hat die Rohrbacher Arbeiterkammer im ersten Halbjahr für ihre Mitglieder erkämpft. Allein bei einem Fall bekam ein Beschäftigter 20.000 Euro nachbezahlt.

Der Mann wurde nach der branchenüblichen Winterarbeitslosigkeit vom Bauunternehmen, bei dem er mehr als 20 Jahre beschäftigt war, nicht wieder eingestellt. Allerdings lag bei ihm ein 50-prozentiger Behinderungsgrad vor, weshalb er Anspruch auf besonderen Kündigungsschutz hat. Er wandte sich an die AK-Bezirksstelle in Rohrbach und die Rechtsexperten stellten fest, dass eine rechtsunwirksame Kündigung vorlag.
Mehr als 1.000 Beratungen
Mit Hilfe der Arbeiterkammer forderte der Mann Schadenersatz von seinem ehemaligen Arbeitgeber. Das Unternehmen kam dieser Forderung nach und bezahlte dem Mann 21.077,46 Euro. „In diesem Fall war die Sachlage eindeutig“, freut sich Manfred Riepl, Leiter der AK-Bezirksstelle, über den Erfolg.
Er und seine Rechtsexperten haben derzeit alle Hände voll zu tun: Im ersten Halbjahr führten sie insgesamt 1.051 Beratungen durch. Neben zahlreichen Telefon- und E-Mail-Beratungen, kamen 443 Mitglieder mit ihren arbeits- und sozialrechtlichen Problemen zum persönlichen Beratungsgespräch.
Fast 1,7 Millionen Euro erkämpft
Insgesamt erkämpften die AK-Experten in Rohrbach 1.657.184 Euro für die Beschäftigten in den ersten sechs Monaten des Jahres. „Beratungszahlen und -erfolge wie diese zeigen einmal mehr, wie wichtig es ist, dass wir unseren Mitgliedern direkt vor Ort helfen und ihnen die notwendige Unterstützung bei arbeits- und sozialrechtlichen Problemen bieten“, betont Präsident Johann Kalliauer.


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