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ROHRBACH-BERG. „Wir wollen ein Bewusstsein für unsere Lage schaffen“, begründet Betriebsrat Christian Erlinger vom Klinikum in Rohrbach die heutige Protestaktion vor dem Spital. In ganz Österreich hat das Spitalspersonal unter dem Titel „5 nach 12 – Geh Raus und zeig‘ Gesicht“ auf die teils prekäre Lage in den Gesundheits-, Pflege- und Sozialberufen hingewiesen.

 (Foto: Hanner)
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„Unsere Akkus sind leer: Handelt endlich!“, „Und wer hilft uns?“ oder „Wanted: Mehr Personal“ war auf den Schildern zu lesen, die die Mitarbeiter vor dem Klinikum Rohrbach demonstrativ in die Höhe hielten. Die Regierung habe noch immer keine einzige dringend nötige Reformmaßnahme gesetzt, die den Beschäftigten in den Gesundheits-, Pflege- und Sozialberufen ihre tägliche Arbeit spürbar erleichtern würde, informieren die Vertreter der „Offensive Gesundheit“, die die Protestaktion organisiert hat. „Die Kolleginnen und Kollegen können nicht mehr, daher kommt es gerade zu einer Austrittswelle aus Gesundheits-, Pflege- und Sozialberufen! Wir sind nur so stark wie jeder Einzelne der 400.000 Beschäftigten.“

Pandemie verschärft Gesundheitskrise

Bereits vor der Krise litt der Gesundheits-, Pflege- und Sozialbereich unter massivem Personalmangel. Die Pandemie verschärfte diese Entwicklung. „Es brauche nicht noch mehr schöne Worte der Politik, sondern endlich eine adäquate Entlohnung, mehr Freizeit und dringend mehr Personal“, sagte auch der Rohrbacher Betriebsrat Christian Erlinger. Zusätzlich brauche es rasch eine grundlegende Ausbildungsreform sowie verbesserte Arbeitsbedingungen, um nicht noch weiter in die gefährliche Versorgungskrise zu schlittern.

In Rohrbach sei man momentan noch in der glücklichen Lage, dass immer wieder Personal aus dem Zentralraum nach Rohrbach wechsle, um weniger weit pendeln zu müssen. „Dieser Teich ist aber auch irgendwann leergefischt“, gibt Erlinger zu bedenken.

Die Vertreter der „Offensive Gesundheit“ wollen mit der Protestaktion ein Zeichen setzen und breites Bewusstsein für die angespannte Lage im Gesundheits-, Pflege- und Sozialbereich in Österreich schaffen. Gerichtet ist die Aktion an alle politischen Verantwortlichen auf Bundes- sowie Landesebene, die für Verbesserungen und Entlastungen im Gesundheitssystem sorgen könnten. „Uns wurde in letzter Zeit viel versprochen, es ist nun an der Zeit, den Worten Taten folgen zu lassen“, so die Vertreter der „Offensive Gesundheit“ abschließend.

Offensive Gesundheit

Die „Offensive Gesundheit“ ist eine gemeinsame Initiative der Arbeiterkammer Wien, der Ärztekammer für Wien, der ÖGB / ARGE - FGV Gesundheits- und Sozialberufe sowie der Gewerkschaften GÖD-Gesundheitsgewerkschaft, Gewerkschaft GPA, Gewerkschaft vida und younion – die Daseinsgewerkschaft HG II.


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