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Bedenken gegen Bauabschnitt zwei der Umfahrung Peilstein wegen Hochwassersituation

Sebastian Wallner, 20.04.2022 07:00

PEILSTEIN. Bedenken von Anrainerseite gibt es gegen den Bauabschnitt zwei der Umfahrung Peilstein, das ist vereinfacht gesagt die Umfahrung der Firma Hehenberger.

Die Kleine Mühl in Peilstein während eines Hochwassers im Frühling.(Foto: Ameseder)
Die Kleine Mühl in Peilstein während eines Hochwassers im Frühling.(Foto: Ameseder)

Rupert Ameseder fürchtet um die Hochwassersicherheit und die Trinkwasserversorgung seines Elternhauses Stierberg 12. „Die Umfahrung führt mitten durch das Überschwemmungsgebiet der Kleinen Mühl. Durch den Straßenbau wird dem Hochwasser praktisch der Weg abgeschnitten, es staut sich also; aber nicht nur an der neuen, erhöhten Straße, sondern in der Folge an der Brücke der B38 über die Kleine Mühl. Dort müsste der Durchlass verbreitert werden, damit das Wasser abfließen kann. Vor allem bei Verfrachtungen im Zuge des Hochwassers wird der Brückendurchlass zum Nadelöhr werden“, sagt Ameseder, selbst Baumeister. Ihm geht es aber nicht nur um sein Elternhaus, sondern um die gesamte Ortschaft Stierberg. „Beim Hochwasser im vergangenen Jahr war die Zufahrt zum Dorf von beiden Seiten abgeschnitten. Gibt es für dieses Szenario einen Notfallplan? Was ist, wenn Rettungskräfte nicht mehr zufahren können? Hier ist der Bürgermeister gefragt.“

Durch alle Instanzen

Die Straße der Umfahrung soll über den Grund der Familie Ameseder führen, diese will dem Verfahren zur Grundeinlösung aber erst zustimmen, wenn die Fragen zum Hochwasser gelöst sind; etwa durch einen breiteren Durchlass an der Brücke der B38. Im Falle eines Enteignungsverfahrens will Ameseder bis zum obersten Gerichtshof gehen. Nach den derzeitigen Planungen und Simulationen werden die Szenarien, vor denen Ameseder warnt, nicht eintreten. Ameseder hält die technischen Methoden, mit denen diese Berechnungen angestellt wurden, allerdings für veraltet, außerdem fehle der ganzheitliche Blick auf die Situation. Sowohl Peilsteins Bürgermeister Felix Grubich (ÖVP) als auch die Bezirkshauptmannschaft Rohrbach als zuständige Behörde wollten zu dem Thema nichts sagen, weil das Wasserrechtsverfahren noch läuft.


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