Rosenau soll sicherer werden
ROSENAU AM HENGSTPASS. Mit viel Freude und Engagement ist Peter Auerbach seit 23 Jahren Bürgermeister in Rosenau. Tips sprach mit ihm über das aktuelle Gemeindegeschehen.

Tips:Warum hat sich die Gemeinde für ein neues Orientierungs- und Leitsystem mit 1. Jänner 2018 entschieden?
Peter Auerbach: Aus Sicherheitsgründen für unsere Bürger. Einsatzkräfte kennen oft das Gebiet nicht und es kann in einer Notsituation zu unnötigen Verzögerungen kommen. Jede Straße bekommt eine Bezeichnung und jedes Haus eine neue Hausnummer. Zusätzlich erhält das gesamte Gemeindegebiet Rosenau – mit Ausnahme des Bodinggrabens – die Postleitzahl 4581. Damit finden Einsatzkräfte mit einem Navi besser zum Einsatzort.
Tips:Entlang der Hengstpassstraße finden derzeit Bauarbeiten statt. Was entsteht hier?
Auerbach: Aufgrund mehrerer unübersichtlicher Engstellen, haben wir uns dazu entschlossen zwischen der Firma Rohol und dem Sägewerk Neuwirth einen Gehsteig zu bauen und mit Straßenbeleuchtung auszustatten. Zudem wird eine Leerverrohrung für ein schnelleres Internet gelegt. Die Digitalisierung soll auch bei uns nicht stehen bleiben.
Tips:Was ist noch geplant?
Auerbach: Ein neuer Turnsaal für die Sportvolksschule, da der bestehende zu klein ist. Derzeit läuft die Planung für einen Zubau.
Tips:Mit welchen Herausforderungen hat eine kleine Gemeinde wie Rosenau zu kämpfen?
Auerbach: Die Gemeindefinanzierung Neu des Landes Oberösterreich ab 2018 wird für uns zur Herausforderung. Eine Gemeinde darf künftig keinen Abgang im Budget beschließen. Wir stellen uns aber dieser Herausforderung. Es gibt bereits Gespräche mit anderen Gemeinden.
Tips:Was wäre das Naheliegendste für Rosenau?
Auerbach: Wir präferieren Kooperationen mit anderen Gemeinden beispielsweise im Bereich Bauhof, Schule und Kindergarten. Die Frage ist, ob das finanziell etwas bringt. Veränderungen müssen kommen, das ist uns bewusst. Jedoch befürchte ich, dass sich diese auf die Bevölkerung auswirken werden.
Tips:Was tut sich im Bereich Nahversorgung in Rosenau?
Auerbach: Wir haben vergeblich versucht, ein Geschäft oder ein Imbiss-Café nach Rosenau zu holen. Leider können wir das als Gemeinde nicht beeinflussen.
Tips:Wie sieht es für die Wirtschaft in Rosenau aus?
Auerbach: Besonders gefreut hat uns die Eröffnung einer Kfz-Werkstatt. Es ist zudem erfreulich, dass die Firma Rohol am schwierigen Holzmarkt bestehen kann. Wir wollen weiterhin für Unternehmen attraktiv bleiben.
Tips:Wie läuft die Biathlon-Anlage?
Auerbach: Sehr gut. Jährlich gibt es drei bis vier Veranstaltungen und es wird zwei bis dreimal wöchentlich trainiert. Ziel ist es, die Anlage so zu attraktivieren, dass sie sich in Zukunft selbst finanziert – ohne Zuschüsse von der Gemeinde. Wir wollen die Anlage sanieren, Gespräche laufen bereits. Leider gibt es zu wenige Schießstände für internationale Wettbewerbe. Das Land muss entscheiden, ob die Anlage auf 30 Stände ausgebaut werden soll, dazu wären ein neuer Standort und eine größere Investition nötig.


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