Lesergedicht über Sandl: "d'Hoamat"
SANDL. Gabriele Haider lebt seit mehr als 50 Jahren in Sandl und hat hier auch ihre vier Kinder großgezogen. Seit einigen Jahren schreibt sie Gedichte und Geschichten und passend zur Ortsreportage übre Sandl hat eins ihrer Gedichte für uns ausgewählt.

D“ Hoamat
Da is mei Hoamat, da gfallt“s mir so guat.
Da leb i voi gern, i will gar net fuat.
A urige Gegnd, vü Stoa und vü Wald,
mit lange Winter, oft eisig kalt.
A angenehm“s Lüfterl is zan g“spian,
wann d“Bauern im Summa s“Hei eifiahn.
S“is koa Seltenheit,
dass“s im Mai nu oamoi obaschneibt.
Trotzdem gibt“s all Jahr a wei wos zum Erntn,
am Feld und in die Gärtn.
Kirschen, Zwetschken, Äpfel, Birn und kaum zum glaubn,
wann“s Platzerl passt, wachsen a d“Weintraubn.
Do bleib“n d“Leit von Unwetter und Katastrophen verschont,
werd“n mit frischer Luft und kostbarem Wossa belohnt.
Tannenduft und a Spaziergang im Woid
gibt“s gratis, hot nu nia wer wos dafür zoit.
Wann im Herbst die Tog dann wieder kürzer werd“n,
der schöne Summer ummi is und d“Blattln sich verfärb“n.
D“Natur ihr schönstes Kleidl trogt,
des koa Künstler malen mog.
Wann“s nimma lang hin zum Winter is,
dann sag i zu mir selber: Du wohnst wahrhaft in an Paradies.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden