Leader soll dem MühlFerdl im Bezirk Rohrbach einen kräftigen Schubser geben
SARLEINSBACH/BEZIRK ROHRBACH. Vier MühlFerdl kurven derzeit durch den Bezirk Rohrbach. Zu wenige, um eine interessante Alternative fürs private Auto zu sein. Damit das E-Carsharing-Projekt bezirksweit in die Gänge kommt, wurde jetzt eine Leaderförderung beschlossen.

Das Elektroauto zum Teilen will nicht das Privatauto ersetzen. „Aber die Notwendigkeit eines Zweit- oder Drittautos soll wegfallen“, erklärt Johannes Großruck, der neue Manager der Klima- und Energiemodellregion Donau-Böhmerwald. Die bisherigen MühlFerdl-Standorte in Sarleinsbach, Aigen-Schlägl, St. Martin und St. Stefan entwickeln sich gut, sind allerdings noch ausbaufähig.
Einmal rund um die Erde
Im Durchschnitt gibt es zehn Nutzer je Standort (wobei Sarleinsbach mit 17 mit Abstand die meisten hat), das soll in den nächsten drei Jahren auf 15 erweitert werden. Ebenso wie die Fahrzeugauslastung. „Wir haben bereits die Erdumrundung geknackt und mit allen vier MühlFerdln gemeinsam 42.000 Kilometer zurückgelegt. Aber es bedarf noch weiterer Anstrengungen, um mehr Fahrten und Autos zu schaffen“, setzt Großruck auf die Anschubfinanzierung durch das EU-Förderprogramm Leader.
Zehn Standorte bis 2020
In den nächsten drei Jahren will die Energiegenossenschaft Donau-Böhmerwald mindestens sechs weitere MühlFerdl in den Rohrbacher Gemeinden in Betrieb nehmen. Durchaus machbar, zeigt sich Johannes Großruck zuversichtlich. Denn in einigen Gemeinden, wie Haslach, Hofkirchen, Neustift oder Rohrbach-Berg, sind Projekte schon in konkreter Planung.
MühlFerdl zum Ausprobieren
Um mehr Nutzer auf den Geschmack des Carsharings zu bringen, wird es zudem Testaktionen und Schnupperfahrten geben.
Nähere Informationen zum MühlFerdl gibt es unter Tel. 07283/810706 bei Johannes Großruck oder www.muehlferdl.at


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