Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt
tips.at als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen

Nach Baustellen-Unglück in Schärding: 100.000 Euro Strafe für Hausherrn bestätigt

Online Redaktion, 10.02.2026 13:16

SCHÄRDING. Rund anderthalb Jahre nach dem tödlichen Einsturz eines historischen Kellergewölbes am Schärdinger Stadtplatz hat das Landesverwaltungsgericht (LVwG) nun eine Entscheidung über die Verwaltungsstrafen getroffen. Trotz einer Beschwerde des Hauseigentümers bleibt die Geldstrafe von über 100.000 Euro in voller Höhe bestehen.

Bei dem Unglück kamen zwei Männer ums Leben. (Foto: Pressefoto Scharinger/Daniel Scharinger)
Bei dem Unglück kamen zwei Männer ums Leben. (Foto: Pressefoto Scharinger/Daniel Scharinger)

Bei Sanierungsarbeiten in einem denkmalgeschützten Gebäude aus dem 15. Jahrhundert stürzten am 3. September 2024 zwei Geschoßdecken ein. Zwei 23-jährige Männer wurden unter den Trümmern begraben; für sie kam jede Hilfe zu spät. Wie sich herausstellte, waren die Arbeiter auf der Baustelle – großteils Asylwerber aus einem nahegelegenen Heim – illegal beschäftigt und nicht für die gefährlichen Arbeiten ausgebildet. Zudem fehlte es an qualifizierter Planung und Absicherung.

Die juristischen Konsequenzen

Strafrecht: Bereits im Dezember 2025 wurden der Hauseigentümer und der Bauleiter am Landesgericht Ried wegen grob fahrlässiger Tötung zu jeweils acht Monaten bedingter Haft verurteilt. Mehr dazu hier: Bauunglück in Schärding: Hauseigentümer und Unternehmer verurteilt

Verwaltungsrecht: Parallel dazu verhängte die Bezirkshauptmannschaft Grieskirchen eine Geldstrafe von rund 100.000 Euro wegen 17 Verstößen gegen das Sozialversicherungsgesetz (Schwarzarbeit) und 15 Verstößen gegen das Ausländerbeschäftigungsgesetz.

Entscheidung des Landesverwaltungsgerichts

Der Hauseigentümer hatte gegen die Geldstrafe Beschwerde eingelegt und dies mit ungenauen Tatzeitpunkten der Beschäftigung begründet. So hätten die Beschäftigungszeiträume einzelner Asylwerber nicht gestimmt. Das LVwG wies dies am Dienstag jedoch ab: Es habe sich bei dieser illegalen Beschäftigung um ein Dauerdelikt gehandelt, lediglich Beginn und Ende des Zeitraums müssten in diesem Fall sicher feststehen. Trotz kleinerer Korrekturen an den Tatzeiträumen sah das Gericht aufgrund des „hohen Verschuldens“ keinen Spielraum für eine Reduzierung der Summe. Die Bestrafung durch die Behörden sei zusätzlich zur gerichtlichen Haftstrafe zulässig, da unterschiedliche Rechtsgüter verletzt wurden. 


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Motorradfahrer (32) in Andorf mit 190 km/h erwischt

Motorradfahrer (32) in Andorf mit 190 km/h erwischt

ANDORF. Ein 32-jähriger Motorradlenker aus dem Bezirk Grieskirchen musste in Andorf seine überhöhte Geschwindigkeit von 190 km/h mit dem vorläufigen ...

Tips - total regionalOnline Redaktion
Kleintransporter auf A8 bei Suben unter Lkw-Anhänger geraten: Fahrer befreit

Kleintransporter auf A8 bei Suben unter Lkw-Anhänger geraten: Fahrer befreit

SUBEN. Nach einem Auffahrunfall auf der A8 Richtung Wels musste ein eingeklemmter Kleintransporter-Fahrer am Dienstag, 29. September, von der ...

Tips - total regionalOnline Redaktion
Polizei stellt gestohlenen Luxuswagen auf A8 bei Suben sicher

Polizei stellt gestohlenen Luxuswagen auf A8 bei Suben sicher

SUBEN. In der Nacht auf Freitag ist der Polizei ein Schlag gegen die Autokriminalität gelungen. Gegen 00.30 Uhr stoppten die Beamten auf der ...

Tips - total regionalOnline Redaktion

"Desaströse Ladungssicherung" und verschlissene Bremsen: Polizei zieht Gefahrengut-Lkw aus dem Verkehr

SUBEN. Bei Schwerpunktkontrollen auf der A8 im Bereich Suben hat die Polizei einen Gefahrengut-Lkw aus dem Verkehr gezogen.

Tips - total regionalOnline Redaktion
Feuerwehreinsatz wegen eines defekten Zugs in Taufkirchen an der Pram

Feuerwehreinsatz wegen eines defekten Zugs in Taufkirchen an der Pram

TAUFKIRCHEN AN DER PRAM. In Taufkirchen an der Pram standen drei Feuerwehren Freitagfrüh bei einer Evakuierungsaktion eines defekten Zuges im ...

Tips - total regionalOnline Redaktion
Schockanrufe im Bezirk Schärding: Polizei warnt vor falschen Polizisten

Schockanrufe im Bezirk Schärding: Polizei warnt vor falschen Polizisten

BEZIRK SCHÄRDING. Mit sogenannten Schockanrufen versuchen Kriminelle gezielt, vor allem ältere Menschen um ihr Geld und ihre Wertgegenstände ...

Tips - total regionalSabrina Antlinger
Weitere Beiträge