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Schärding. 9,21 Meter lang und 4,29 Meter breit – die Rede ist von der Glasbar, die seit Anfang Jänner den Stadtplatz ziert. Als neue Attraktion bewirbt der Schärdinger Tourismusverband dieses Projekt, das vom Wirtshaus zur Bums“n betrieben wird. Jedoch wurden neben vielen positiven auch zahlreiche kritische Stimmen laut, die allen voran auf der Facebook-Seite des Tourismusverbandes platziert wurden.

Geliebt und kritisiert – die Glasbar am Stadtplatz. *Foto: Tourismusverband Schärding
Geliebt und kritisiert – die Glasbar am Stadtplatz. *Foto: Tourismusverband Schärding
Kommentare wie „Wer hat so was erlaubt? Ein Schmuckstück von Brunnen ist ruiniert“ oder „Da könnt ihr sagen, was ihr wollt, es ist grottenhässlich“ sorgen für Unverständnis bei den Verantwortlichen. Schließlich soll die Glasbar anstatt der Punschhütten einen Platz zum Verweilen darstellen. In der stilvoll eingerichteten Bar könne man die Lichtspiele in passendem Ambiente noch mehr genießen. „Von einer Verschandelung des Christophorusbrunnen kann unserer Meinung nach keine Rede sein. Die „GlasBar“ ist sehr stilvoll eingerichtet und eindrucksvoll beleuchtet, sodass sie sich mit dem Stadtplatz-Ensemble verträgt. Der heilige Christophorus, der sich in der kalten Jahreszeit ohnehin „im Wintermodus“ befindet, wird es uns – für diese kurze Dauer – wohl verzeihen. Der Standort der GlasBar hat seine absolute Berechtigung, denn von dieser Stelle aus ist die Show am besten sichtbar“, erklärt Tourismuschefin Bettina Berndorfer. Auslöser für die Kritik via Facebook war vermutlich ein Foto des halbfertigen Glasgartens. Seit dieser nun in vollem Glanz erstrahlt, findet er immer mehr Anklang. Die Glasbar sei eine Investition gewesen, um den Wintertourismus anzukurbeln, was wiederum Arbeitsplätze schaffen würde. Kommentare wie „Ein Plauscherl mit Freunden, ein Glaserl und nebenbei das Treiben am Stadtplatz beobachten – echt super gelungen“ bestätigen den Gedanken der Projektinitiatoren, die Glasbar als Besuchermagnet in der kalten Jahreszeit zu  installieren.    Christophorus „zu modern“ Die Kritik, die nun die Glasbar einstecken muss, bekam der heilige Christophorus bereits im Jahr 1963 zu hören, als er statt des alten Stadtbrunnens aufgestellt wurde. Dieser war der Altmetallsammlung  zur Waffenproduktion während des Zweiten Weltkriegs zum Opfer gefallen. Die Schärdinger konnten damals mit dem neuen Christophorus nichts anfangen. Er war ihnen einfach zu modern. Heute, mehr als 50 Jahre später, wäre er nicht mehr wegzudenken. Die Glasbar wird diese Zeit nicht bekommen, um von allen Schärdingern akzeptiert zu werden, sie wird bereits Ende Februar, nach dem Ende der Lichtspiele, wieder abgebaut.   KOMMENTARAuf ein Glaserl Die neue Glasbar in Schärding erhitzt die Gemüter. Sie würde eines von Schärdings Wahrzeichen, den Christophorus, verdecken und somit das Bild Schärdings „verschandeln“, so unken die Kritiker. Ein typisches Beispiel von „Wie man es macht, ist“s verkehrt“. Es ist wohl eine Krankheit im Innviertel, alles „Neue“ gleich einmal schlecht zu reden. Dabei bietet die Glasbar einen wunderbaren Blick auf die Lichtspiele, nicht auszudenken, welche Kritik es gehagelt hätte, wenn es nach den Punschhütten keine neue Attraktion für Schärding gegeben hätte. Spätestens bei dem ersten Glaserl Wein in der Bar werden sich die Gemüter wieder beruhigen.  

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