Schärding. Gemeinsam kämpfen Raucher und Nichtraucher gegen das totale Rauchverbot in Lokalen und damit gegen die Bevormundung durch die Politik. Vor allem in Schärding scheint das Thema für Unmut zu sorgen. Nach Angaben der Veranstalter versammelten sich 1500 Menschen auf dem Schärdinger Stadtplatz, um für ihr Recht zu kämpfen. Aus Salzburg, Niederösterreich und der Steiermark kamen Busse.
Stiegenwirt Stefan Schneebauer heizte die Stimmung an, noch bevor die ersten Redner die Bühne betraten: „Wir brauchen niemanden, der uns dreingscheidelt.“ Friedlich blieb die Demo bis Hans Hingsamer von der ÖVP die Bühne betrat. Er versuchte den Demo-Besuchern zu erklären, dass auch Nichtraucher Schutz erfahren sollen. Dafür erntete er nur Buhrufe, Pfiffe und Beschimpfungen. Die Demonstranten warfen mit Bierbechern, bis er die Bühne noch vor Ende seiner Rede verließ. Schneebauer verabschiedete ihn mit den Worten: „Wir brauchen niemanden, der uns nicht unterstützt.“ Auch Werner Stadler hatte es anfangs nicht leicht und musste sich ausbuhen lassen, bis er die Demonstranten davon überzeugen konnte, dass er – gegen die Parteilinie der SPÖ – auf ihrer Seite stand. „Wir empfinden es als mutig von Werner Stadler“, so Schneebauer. Demonstrativ zündete sich Nichtraucher Günter Hager, Wirt des Josef in Linz, eine Zigarre an. Auch FPÖ-Landesrat Manfred Haimbuchner und Wirtesprecher Thomas Stockinger wollen nicht verstehen, warum die Trennung von Raucher- und Nichtraucherbereichen, in die die Wirte mehr als 100 Millionen Euro investiert haben, plötzlich nicht mehr gut genug sein sollen. „Friert ihr? Gewöhnt“s euch dran“, so provokant schloss Max Hofbauer (Café und Restaurant Lachinger) die Demo ab. Weitere 1800 Unterschriften gegen das totale Rauchverbot kamen bei der Demo zu den mehr als sechstausend bisher gesammelten dazu. „Andere Bezirke haben uns um Unterstützung gebeten“, ist Schneebauer stolz auf die Aktion, „jetzt geht's weiter nach Wien.“ Mehr Bilder von der Demo
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