Jobwechsel bereichert das Leben der Schärdingerin Bettina Berndorfer
SCHÄRDING. Seit Anfang 2020 hat Bettina Berndorfer, ehemalige Tourismuschefin der Stadt Schärding, ihre neue Stelle beim Tourismusverband Donau OÖ angetreten. Damals mit gemischten Gefühlen: Einerseits mit Wehmut ob der alten Arbeit, andererseits aber auch mit Vorfreude auf die neue Aufgabe. Im Tips-Interview erzählt die Schärdingerin, wie sich ihre Gefühlswelt im neuen Job entwickelt hat.

Tips: Wie haben Sie sich mittlerweile im neuen Job eingelebt?
Bettina Berndorfer: Jede Veränderung birgt eine gewisse Unsicherheit in sich und man weiß vorher nie, wie es wird. Jeder Jobwechsel ist aber auch die Chance für einen Neustart, der Gutes für einen selbst bringen kann. In meinem Fall war das auch so. Diese Veränderung ist für mich nur positiv und bereichert mein Leben, sowohl von der beruflichen Herausforderung her, als auch von der Lebensqualität.
Tips: Was waren Ihre ersten Aufgaben im neuen Job?
Berndorfer: Zu meinen ersten Aufgaben zählte die Einarbeitungsphase in unserer Zentrale in Linz, um den gesamten Betrieb (Tourismusverband Donau OÖ. und Werbegemeinschaft Donau OÖ.) und das Team, das aus unserer Geschäftsführerin Petra Riffert und elf Kollegen besteht, näher kennenzulernen. Relativ schnell ging es dann auch schon in die Donauregion hinaus, um die Mitgliedsgemeinden und Tourismusakteure auf Ortsebene kennenzulernen.
Tips: Wie sind Sie im Team aufgenommen worden?
Berndorfer: Ich wurde vom ersten Tag an extrem freundlich aufgenommen, werde wertgeschätzt und habe inzwischen meinen fixen Platz im Team. Es kommt mir vor, als wäre ich schon wieder ewig dort, obwohl es noch nicht mal ganz ein halbes Jahr ist, so wohlfühle ich mich.
Tips: Nachdem Sie erst gut zweieinhalb Monate im neuen Job tätig waren, kam Corona: Wie hat das Ihre Arbeit beeinflusst?
Berndorfer: Die Corona-Pandemie hat die gesamte Wirtschaft und leider ganz stark die Tourismusbranche schwer getroffen. In unserer Umsetzungsarbeit, was Projekte betrifft, hat uns COVID-19 ein halbes Jahr „geraubt“. Workshops, Arbeitskreis-Sitzungen etc. mit der Orts- und Betriebsebene, die für Frühling anberaumt waren, mussten abgesagt werden. Diese können natürlich jetzt, mitten in der Tourismussaison, wo alle arbeiten müssen, nicht nachgeholt werden, sondern verschieben sich auf Herbst. Ich selbst war etwa zwei Monate im Homeoffice und sehr produktiv in dieser Zeit. Ab sofort pendle ich wieder zwischen den Büros Linz, Engelhartszell, Homeoffice und meinen 20 Mitgliedsgemeinden.
Tips: An welchen Projekten arbeiten Sie im Moment?
Berndorfer: Der Tourismusverband Donau OÖ hat in seinem Tourismuskonzept acht Themenfelder definiert. Ich bin unter anderem für die Themen Gruppen, Kultur & Geschichte (dazu zählen auch Städte) sowie Winter und Saisonverlängerung zuständig. In allen Themen arbeite ich derzeit an der Angebotsentwicklung. Schritt 2, die Vermarktung folgt. Zur Seite steht mir das Marketingteam. Parallel dazu laufen derzeit extrem viele Marketing-Sonderkampagnen, um jetzt – nach Corona – den Sommertourismus in der Donauregion wieder anzukurbeln. Mein Part dabei ist es, den Content aus den Gemeinden/Betrieben zu erheben und ins Marketingteam einzubringen. Ich betreue außerdem überregionale Marketingkooperationen wie die kleinen historische Städte, Drei-Länder-ARGE Innradweg oder die ARGE Römerradweg. Zudem bin ich auch für das Thema Messen und Präsentationen zuständig.
Tips: Was ist die größte Herausforderung in Ihrem neuen Job?
Berndorfer: Gemeinsam mit unserem Team die Chance aus der Corona-Krise zu nutzen, um auf die Schönheiten und Angebote unserer Donauregion gerade jetzt – mittels guten und aussagekräftigen Werbekampagnen – hinzuweisen. Der heimische Urlaub an der Donau soll wieder hoch im Kurs stehen und intensiv angekurbelt werden. Die Menschen sehnen sich nach der Natur und genau hier können wir in unserer Donauregion mit unseren Angeboten extrem punkten. Eine Herausforderung ist es auch, aus unseren 38 Mitgliedsgemeinden jene USP's herauszufischen, mit denen sich der Gast zu einem Urlaub animieren lässt und bei seinem Aufenthalt auch überrascht wird von den anderen, vielen kleinen und weniger bekannten Schätzen unserer schönen Donauregion.
Tips: Sind Sie, trotz jahrelanger Tourismuserfahrung, nochmal überrascht worden?
Berndorfer: Ich habe mir die Arbeit einerseits genauso vorgestellt und wusste im Vorfeld, was auf mich zukommt, andererseits bin ich aber auch überrascht worden, denn es ist zweifelsohne eine größere Herausforderung im Produktmanagement, 38 Gemeinden unter einen Hut zu bringen, als eine einzige Stadt. Im Regionalmanagement ist die Betreuung von 20 Gemeinden auch nicht ganz ohne. Organisationstalent ist hier durchaus gefragt.
Tips: Was erhoffen Sie sich für Ihre Zukunft beim TV Donau OÖ?
Berndorfer: Die selbständige Umsetzung von tollen Projekten, in die ich mich richtig reinhängen kann und Freude am Ergebnis habe. Unsere Donauregion wird durch jedes Projekt aufgewertet, was letztendlich unseren Mitgliedsgemeinden und Betrieben zugutekommt, für die wir das alles machen.


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