Lehrgang „Junge Pflege“ wird heuer erstmals auch in Andorf durchgeführt

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Omer Tarabic Tips Redaktion Omer Tarabic, 21.09.2020 13:36 Uhr

ANDORF. Mit dem Start des Pilotlehrgangs „Junge Pflege“ im Herbst 2018 wurde es Jugendlichen erstmals ermöglicht, direkt nach dem Pflichtschulabgang eine Ausbildung als Fach-Sozial-Betreuer Altenarbeit zu beginnen. Heuer wird der Lehrgang erstmals auch in Andorf durchgeführt.

Eine Ausbildung zum Fach-Sozial-Betreuer war bis 2018 erst ab dem 17. Lebensjahr möglich. Die meisten Jugendlichen orientieren sich beruflich aber bereits nach dem Abschluss der Pflichtschule. „Dadurch gingen viele sozial engagierte Jugendliche andere Wege und der beruflichen Tätigkeit in der Altenbetreuung verloren“, berichtet Landesrätin Birgit Gerstorfer, die gemeinsam mit der Altenbetreuungsschule des Landes Oberösterreich den Lehrgang „Junge Pflege“ entwickelt hat.

Praxistest bestanden

„Es freut mich sehr, dass diese neue Ausbildungsform den Praxistest erfolgreich bestanden hat und von den Jugendlichen positiv angenommen wird“, meint die Landesrätin. Das Pilotprojekt startete 2018 mit einer Klasse in Linz. Im Jahr darauf konnte ein weiterer Lehrgang in Linz begonnen werden und zusätzlich startete in Ried im Innkreis ein neuer Standort. Heuer wurden zwei neue Lehrgänge gestartet. Einer in Linz mit 28 Teilnehmern und ein weiterer am zusätzlichen Standort in Andorf mit einer Teilnehmeranzahl von zehn Personen. „Insgesamt konnten wir bereits 86 Jugendliche für eine Ausbildung in der Altenbetreuung gewinnen. Das ist ein wirklich toller Erfolg“, sagt Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer.

Vielfältige Ausbildung

Die Ausbildung umfasst einen medizinischen Teil, einen pflegerischen Teil, der die Pflegeassistenz mit Tätigkeiten rund um Körperpflege und Mobilisation umfasst und einen sozialbetreuerischen Teil, indem der Umgang mit älteren Menschen gelehrt wird.  Im ersten Jahr bekommen die Schüler einen Einblick in die Aufgaben für die Betreuung und Pflege älterer Menschen und es werden grundlegende soziale Kompetenzen, sowie Kommunikationskompetenzen erworben.

Auch der praktische Teil kommt nicht zu kurz. In einem vom Pflege- und Altenheim zur Verfügung gestellten Raum haben die Auszubildenden die Möglichkeit, Erlerntes vorerst an ihren Mitschülerinnen und Mitschülern zu üben. Zum Heranführen in den Beruf und den Kontakt mit älteren Menschen werden mit denHeimbewohnern verschiedene Aktivitäten unternommen, wie Brettspiele spielen, sportliche Übungen oder gemeinsame Ausflüge. Im Zentrum des zweiten und dritten Lehrjahres steht dann der Erwerb der fachlichen Kompetenz durch Theorie und Praktikumsblöcke. Die Ausbildung dauert drei Jahre und wird somit, wie bisher beim Beginn ab 17 Jahren, mit dem 19. Lebensjahr abgeschlossen. Die Auszubildenden sind somit unmittelbar danach befähigt, in Heimen oder bei Mobilen Diensten als FSBA zu arbeiten.

 

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