Neunjähriger Kopfinger setzt ein Zeichen zum Schutz der Umwelt
KOPFING. Jonas Eichinger und seine Tante Katharina Mairinger haben den Neudorfinger Bach von Plastik befreit. Die riesigen Mengen Müll auf kurzer Strecke waren für die zwei schockierend.

Der neunjährige Jonas Eichinger aus Kopfing ist ein Naturfreund. Schon seit seinem dritten Lebensjahr besitzt er ein eigenes Beet im Garten, hegt und pflegt es und freut sich an den wachsenden Pflanzen. Als er mit seiner Schardenberger Tante Katharina Mairinger am Palmsonntag einen Abendspaziergang am Neudorfinger Bach in Schardenberg macht, um nach Flusskrebsen zu suchen, entdeckt er Plastikplanen, Bälle, Kübel und Styropor, die sich im Bachbett verfangen hatten. „Die Tiere sterben doch an dem vielen Müll. Komm, lass es uns herausholen!“, ermutigt er seine Tante.
Zehn Kilo Müll aus Bach gezogen
Zwei Stunden lang sind die beiden beschäftigt, den Unrat aus dem Wasser zu ziehen. Sie finden sogar einen Sessel samt Bezug und Federung im Bach. „Leider konnten wir nur den Sitzpolster herausholen. Der Rest steckt noch drinnen“, gibt Jonas etwas bedrückt zu. Er hat sich aber vorgenommen, es beim nächsten Spaziergang noch einmal mit Werkzeug und mehr Unterstützung zu versuchen. „Es ist kaum vorzustellen, wie viel Müll noch in den Gewässern des Bezirks herumschwimmen muss. Wir sind an diesem Abend maximal 200 Meter des kleinen Baches abgegangen und haben etwa zehn Kilo Müll herausgezogen“, fügt seine Tante hinzu. Damit setzt Jonas bereits als Neunjähriger ein Zeichen zum Schutz der Umwelt. „Es wäre doch cool, wenn alle im Bezirk einmal mithelfen würden, den Müll in unseren Gewässern ordentlich zu entsorgen“, spricht der junge Umweltschützer und macht damit Jung und Alt vor, wie man während Coronazeiten sinnvoll tätig sein kann.


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