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BEZIRK. Bundesweit ist die 2G-Regel in Kraft. Auch der Wirtshausbesuch ist nur noch für Geimpfe und Genesene möglich. Schärdings Wirtesprecher Stefan Schneebauer kann die Entscheidung verstehen, auch wenn es in der Gastronomie kaum Cluster gab.

Schärdings Wirtesprecher Stefan Schneebauer (Foto: Privat)
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„Hinter den Covid-Zahlen stehen Schicksale, Familien, das Gesundheitspersonal hat es verdient, dass wir alles tun – die Lage ist ernst, die Dynamik ist außergewöhnlich“, so Bundeskanzler Alexander Schallenberg zur aktuellen Corona-Entwicklung in Österreich. Um dem Coronavirus ein Ende zu setzen, gilt nun eine scharfe 2G-Regel in der Gastronomie, der Hotellerie, bei körpernahe Dienstleistern wie Friseuren, in Freizeiteinrichtungen, sowie für Zusammenkünfte ab 25 Personen – unabhängig, ob es einen fixen Sitzplatz gibt. Für jene, die einmal geimpft sind, gilt: Vier Wochen lang haben sie mit zusätzlichem PCR-Test Zugang zu 2G-Bereichen.

Keine Cluster

Schärdings Wirtesprecher Stefan Schneebauer kann die Entscheidung der Regierung nachvollziehen, doch so richtig glücklich ist er damit nicht. „In der Gastronomie gab es kaum Cluster. Die Wirte haben sich stets an alle Maßnahmen gehalten. Das hat uns auch die Bezirkshauptmannschaft Schärding, die oft Kontrollen durchgeführt hat, bestätigt. Deswegen finde ich es nicht ganz fair, dass nun wieder die Gastronomie bestraft wird“, meint Schneebauer. Laut dem Wirtesprecher liegt die viel größere Gefahr, sich mit Corona anzustecken, im privaten Bereich. „Es ist zu befürchten, dass sich viele wieder privat zusammensetzen und in den eigenen vier Wänden feiern werden. Dabei ist die Ansteckungsgefahr extrem hoch. Ich kann mir kaum vorstellen, dass bei einer Privatparty der 2G-Nachweis kontrolliert wird.“

2,5G bei Mitarbeitern

Schneebauer befürchtet zudem, dass es nun wieder zu einer Absageflut der Weihnachtsfeiern kommen könnte. „Es ist definitiv nicht auszuschließen. Das wäre für die Wirte natürlich ein schwerer Schlag.“ Ein weiteres Problem für die Gastronomen könnte laut Schneebauer die geltende 2,5G-Regel bei Mitarbeitern darstellen. „Wir haben eh schon einen extremen Personalmangel in der Gastronomie. Ich befürchte, dass die Situation nicht einfacher wird. Es ist nicht auszuschließen, dass noch weitere Kündigungen folgen könnten.“ Dem entgegenwirken könnte die aktuell geltende 3G-Regel (wurde bis 6. Dezember verlängert). „Diese hat wirklich gut funktioniert. Für mich ist es zudem die sicherste Methode, da sich ungeimpfte Mitarbeiter jeden zweiten Tag testen müssen“, meint Schneebauer.

Der Schärdinger befürchtet, dass es bald zu einer 2G-Regel am Arbeitsplatz kommen könnte. „Überall liest und hört man vom Fachkräftemangel und offenen Stellen. Sollte 2G kommen, dann wird die Lage nicht besser. Es ist nicht auszuschließen, dass es dadurch zu einer steigenden Arbeitslosigkeit kommt“, so Schneebauer


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