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Schärdinger Bezirksjägertag: Jagd zwischen Tradition, Natur, Dialog und Verantwortung

Rosina Pixner, 17.02.2026 11:03

SCHÄRDING. Der Bezirksjägertag stand heuer ganz im Zeichen des Mottos „Weil Jagd mehr ist!“ und stellte damit die vielfältigen Aufgaben, Werte und Herausforderungen der modernen Jagd in den Mittelpunkt.¶

Bezirksjägermeister Alois Selker (Foto: Jägerschaft Schärding/ Loher)
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530 Jäger aus dem gesamten Bezirk folgten der Einladung zum diesjährigen Bezirksjägertag. Bezirksjägermeister Alois Selker freute sich über den großen Zuspruch und begrüßte neben der zahlreich erschienenen Jägerschaft auch hochrangige Ehrengäste aus Politik und Verwaltung. 

Mit Charme, Souveränität und persönlicher Note führte Julia Selker, Tochter des Bezirksjägermeisters, durch das umfangreiche und abwechslungsreiche Programm. Den würdevollen Auftakt bildete das Totengedenken für die verstorbenen Weidmänner des Bezirkes. Stadtpfarrer Eduard Bachleitner erinnerte in seinen Worten an die Verbundenheit der Jägerschaft mit Tradition, Natur und Verantwortung und mahnte zum respektvollen Umgang mit Schöpfung und Mitmenschen.

Unter den Ehrengästen konnte Bezirksjägermeister Alois Selker Landtagsabgeordneten Florian Grünberger, Bezirkshauptmann-Stellvertreter Ernst Maier sowie Bezirksbauernkammer-Obmann Franz Höller begrüßen. In ihren Grußworten würdigten sie die Bedeutung der Jagd als unverzichtbaren Bestandteil eines funktionierenden Natur- und Lebensraummanagements sowie die enge Zusammenarbeit zwischen Jägerschaft, Landwirtschaft und Behörden.

Im Anschluss berichtete Bezirksjägermeister Alois Selker gemeinsam mit seinen Kollegen aus dem Bezirksjagdausschuss ausführlich über das nahezu abgeschlossene Jagdjahr. Bernhard Wagner gab Einblicke in die Finanzen und die Aus- und Weiterbildung, Hannes Gruber (Bezirkshundereferent) berichtete über Ausbildung, Prüfungen der Jagdhunde und über das neue Hundehaltegesetz, Michael Moritz (Pressereferent) informierte über Öffentlichkeitsarbeit und Medienpräsenz, während Patrick Karigl (Referent für Brauchtum und Kultur) die Bedeutung jagdlicher Traditionen und deren Pflege hervorhob. Auch Ernst Siegesleitner (Obmann der Pramtaler Jagdhornbläser) gab einen Einblick in die zahlreichen Einsätze der Jagdhornbläser und lobte seine Kollegen für ihr Engagement.Ein fachlicher Höhepunkt war der Vortrag von Rudolf Auinger, der die vorbildliche Erfüllung der Abschusspläne im Bezirk Schärding darstellte. 

Ehrungen

Ein weiterer Höhepunkt des Bezirksjägertages war die Ehrung verdienter Jäger, die für ihre 50-jährige Jagdausübung mit dem goldenen Bruch ausgezeichnet wurden. Darüber hinaus fanden weitere Auszeichnungen für 60- sowie 70-jährige Jagdausübung statt.

Chancen und Risiken moderner Technik

Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete das vielbeachtete Fachreferat von Landesjägermeister Herbert Sieghartsleitner. In seinen Ausführungen widmete er sich dem zunehmenden Einzug moderner Technik in den jagdlichen Alltag. Er zeigte sowohl die Chancen als auch die Risiken technischer Entwicklungen auf und ging dabei insbesondere auf die Nachtzieltechnik ein. Sieghartsleitner mahnte, dass trotz aller technischen Möglichkeiten die Weidgerechtigkeit stets oberstes Gebot bleiben müsse und ethische Grundsätze nicht durch technische Hilfsmittel ersetzt werden dürfen.Musikalisch umrahmt wurde der Bezirksjägertag von den Pramtaler Jagdhornbläsern, die mit ihren traditionellen Weisen für einen feierlichen und würdigen Rahmen sorgten. 


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