Großübung mit 130 Einsatzkräften bei der Volksschule St. Willibald
ST. WILLIBALD. Ein Brand mitten im laufenden Schulbetrieb, vermisste Personen im verrauchten Gebäude und eine groß angelegte Evakuierung: Mit einer realitätsnahen Alarmstufe-2-Übung probten rund 130 Einsatzkräfte von Feuerwehren und Einsatzorganisationen den Ernstfall in der Volksschule St. Willibald.

Unmittelbar nach der Alarmierung rückten die beteiligten Feuerwehren und Organisationen zum Übungsobjekt aus. Bereits bei der ersten Lageerkundung stellte die Einsatzleitung eine starke Rauchentwicklung im Schulgebäude fest. Mehrere Personen galten bei der Übung als vermisst und mussten von Atemschutztrupps unter schwerem Atemschutz gesucht und gerettet werden. Gleichzeitig wurden erste Maßnahmen zur Brandbekämpfung eingeleitet und die einzelnen Einsatzabschnitte aufgebaut.
Schüler wurden in Sicherheit gebracht
Besonderes Augenmerk lag auf der Evakuierung der Schüler aus den oberen Stockwerken. Mithilfe der Drehleiter der Feuerwehr Peuerbach sowie der Teleskopmastbühne der Feuerwehr Andorf konnten die betroffenen Klassen rasch und geordnet in Sicherheit gebracht werden. Dabei zeigte die Übung die Bedeutung moderner Hubrettungsgeräte bei Einsätzen in öffentlichen Gebäuden mit hohem Personenaufkommen.
Erfolgreiche Wasserversorgung
Auch die Löschwasserversorgung über längere Wegstrecken wurde unter realistischen Bedingungen geübt. Innerhalb kurzer Zeit gelang es den Einsatzkräften, eine leistungsfähige Wasserversorgung aufzubauen und so die durchgehende Versorgung der Löschleitungen sicherzustellen.
Unterstützung mit Drohne
Die Übung wurde von der FF St. Willibald durchgeführt. Unterstützt wurde die örtliche Einsatzleitung von der EFU-Einheit der Feuerwehr St. Roman. Diese übernahm Aufgaben in den Bereichen Lageführung, Koordination, Dokumentation und Kommunikation. Zusätzlich lieferte die Drohne der Feuerwehr laufend aktuelle Luftbilder und unterstützte damit die taktischen Entscheidungen der Einsatzleitung.
Rotes Kreuz vor Ort
Das Rote Kreuz war ebenfalls mit mehreren Kräften vor Ort und kümmerte sich um die medizinische Erstversorgung sowie die Betreuung der geretteten Personen. Durch die Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen konnte ein besonders praxisnahes Einsatzszenario dargestellt werden.
An der groß angelegten Übung nahmen insgesamt rund 130 Einsatzkräfte mit 13 Fahrzeugen teil. Unter den Beobachtern befanden sich auch Vertreter der Gemeinde sowie die Direktorin der Volksschule St. Willibald.


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