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BEZIRK SCHÄRDING. Für viele Familien wird die Corona-Pandemie zum Belastungstest. Die Ausgangsbeschränkungen, der Heimunterricht der Kinder, Angst vor Krankheit oder Kündigung, beengte Wohnverhältnisse und existenzielle Sorgen bedeuten derzeit eine enorme Belastung.

Kinder leiden, wenn sie Gewalt zwischen den Eltern beobachten und brauchen Unterstützung. (Foto: Wodicka)

In diesem Spannungsfeld gelingt es manchen Familien nicht mehr ihre Konflikte gewaltfrei zu lösen. „In diesen Situationen brauchen Familien Hilfen, die nicht bewerten, sondern unterstützen“, appellieren Kinderschutzexperten der oberösterreichischen Kinderschutzzentren. Das Kinderschutzzentrum Innviertel bietet kostenlos Elternberatung und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie an, wenn diese von körperlicher, psychischer, sexueller Gewalt und Vernachlässigung bedroht oder betroffen sind.

Anstieg an Gewalt

Auch Kinder, die Gewalt zwischen den Eltern beobachten, leiden sehr und benötigen dringend Unterstützung. Mit dem Anhalten der Coronakrise muss daher mit einem deutlichen Anstieg von häuslicher Gewalt gerechnet werden. Das Kinderschutzzentrum Innviertel möchte die Bevölkerung sensibilisieren. Es gilt wachsam zu sein und notfalls Zivilcourage zu zeigen. „Halten sie ihre Augen und Ohren für die Nöte von Kindern und Jugendlichen offen.“ Auch Menschen mit Verdacht und Sorge können sich, auf Wunsch auch anonym, an das Kinderschutzzentrum Innviertel oder an die Kinder- und Jugendhilfe wenden. Bei akuter Gefährdung muss jedoch die Polizei verständigt werden.

Auch während der Coronakrise bleibt das Kinderschutzzentrum Innviertel gut erreichbar:

Terminvereinbarung, telefonische und persönliche Beratung für die Bezirke Braunau, Ried und Schärding:

Mo/Di/Fr: 9 - 11 Uhr

Mi/Do: 14 - 16 Uhr

Hotline: 07722/85550-147

Außerhalb der Telefonzeiten bitte auf das Band sprechen, wir rufen zurück.

Erreichbarkeit per Mail: info@kischu.at


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