Naturschutzbund Schärding: Der Igel, ein gern gesehener Gast im Garten
BEZIRK SCHÄRDING. Ein im Garten gern gesehener Gast ist der Igel. Im Sommer vertilgt er Insekten wie Käfer und deren Larven, Raupen, Würmer und die von uns Menschen so ungeliebten Nacktschnecken, berichtet der Naturschutzbund Schärding.

Allerdings frisst er auch das eine oder andere erreichbare Vogelei aus Bodennestern. Bei der Nahrungssuche hilft ihm seine exzellente Nase. Er hört extrem gut, sieht aber schlecht und ist dämmerungs- und nachtaktiv.
Schlafquartier für den Igel
Es ist wieder hoch an der Zeit, ihm ein Schlafquartier für den Winter zu vergönnen, rät die Naturschutzbund-Bezirksgruppe Schärding. Sein Winterschlaf ist eine Anpassung an die bevorstehenden tiefen Temperaturen, wo das natürliche Futter viel zu knapp wird. Sein Winterschlaf dauert von November bis Mai, kann aber an warmen Tagen unterbrochen werden. Kälteeinbrüche sind dann lebensgefährlich. Gerade in Zeiten, in denen die sauber zusammengeräumten Gärten kaum natürliche Verstecke bieten, hat es der stachelige Gesell aber mit der Quartiersuche schwer.
Wie schaut das Quartier aus?
Den Winterschlaf verbringt der Igel in einem geschützten Bereich in einem Schlafnest im Garten. Das kann ein Reisig-, Laub- oder Strohhaufen unter einer Hecke oder in einem Scheiterstoß sein. Eine Bauanleitung für Igelhäuschen gibt es beim Naturschutzbund OÖ und 0732/779279 oder per Email: oberoesterreich@naturschutzbund.at
Das Winterquartier sollte vor intensiver Durchfeuchtung geschützt und im Schatten liegen, um eine unnötige Unterbrechung des Winterschlafs durch Wärme zu vermeiden, da ansonsten das Verhungern droht. Findet man ihn in einem solchen Zustand, kann Katzenfutter zugefüttert werden. Kuhmilch und Ziegenmilch sind für die Igel unverträglich. Der Igel braucht für seine Ernährung und für die Partnersuche ein Revier, das normalerweise mehrere Gärten umfasst. Dichte Maschendrahtzäune sind daher fatal. Auch offene Schächte und herumliegende Vogelschutznetze können zur Todesfalle werden.


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