Neuer Frauenkraftweg führt auf 86 Kilometern durch die Region Schärding
BEZIRK SCHÄRDING. Natur erleben, zur Ruhe kommen und sich von den Lebensgeschichten starker Frauen inspirieren lassen: Mit einem Frauenkraftweg hat die Region Schärding ein neues Pilgerangebot. Der 86 Kilometer lange Rundweg mit elf Stationen wurde bei einer Andacht am Pilgerrastplatz in Schärding offiziell eröffnet.

Die Route führt entlang des Inns, durch die Hügellandschaft des Sauwaldes sowie durch Wälder und Bachlandschaften und bietet besondere Ausblicke. Kapellen, spirituelle Kraftorte und kulturell bedeutende Stätten laden unterwegs zum Innehalten ein. Der Rundweg ist als rund dreieinhalbtägige Pilgerwanderung angelegt und verbindet Naturerlebnis mit Impulsen rund um Frauen, ihre Lebenswege und ihre Stärke.
Die Idee entstand im Zuge einer Pilgerbegleiterausbildung der Diözese Linz in den Jahren 2022 und 2023. Als Abschlussarbeit sollte die Initiatorin Maria Wollersberger eine mehrtägige Pilgerwanderung entwickeln. Dabei erkannte sie das Potenzial des Bezirks Schärding und der angrenzenden bayerischen Gemeinden. Eine wichtige Rolle spielte unter anderem die Fatima-Kapelle in Schardenberg.
Starke Frauen als Wegbegleiterinnen
Eine Besonderheit des Frauenkraftwegs sind die Frauenpersönlichkeiten, deren Lebensgeschichten an mehreren Stationen aufgegriffen werden. Dazu zählen die Gottesmutter Maria, die heilige Katharina, die heilige Theresia von Lisieux sowie die selige Tuta von Vornbach, die als Gründerin des Klosters Suben eng mit der Region verbunden ist. „Diese Frauen können uns Orientierung geben und zeigen, wie Vertrauen, Nächstenliebe und innere Stärke auch in schwierigen Zeiten gelebt werden können“, sagt Wollersberger.
In Königsedt bei Kopfing erinnert etwa eine Kapelle, die Theresia von Lisieux geweiht ist, samt Kreuzweg an deren „kleinen Weg“ des Vertrauens und der Liebe im Alltag. „Theresia zeigt uns, dass oft die kleinen Schritte und Gesten eine große Wirkung entfalten können“, so Wollersberger.
Von der Idee zum Pilgerweg
Bis zur Eröffnung mussten einige Hürden bewältigt werden. Unter anderem galt es, die Tagesetappen so zu planen, dass ausreichend Übernachtungsmöglichkeiten vorhanden sind. Auch die Zustimmung von Grundbesitzern musste eingeholt werden.
Unterstützung erhielt das Projekt von Gemeinden, Verantwortlichen bestehender Wanderwege und den Mitgliedern des Vereins Frauenkraftweg. „Das Entgegenkommen der Gemeinden und der Verantwortlichen bestehender Wanderwege war groß und hat wesentlich zum Gelingen des Projekts beigetragen.“ Besonders beeindruckt war Wollersberger von der Begeisterung der Mitglieder des Vereins Frauenkraftweg. „Ob bei der Beschilderung, der Werbung oder Veranstaltungen, überall waren Menschen mit großem Engagement dabei.“
Mut für den eigenen Weg
Der Frauenkraftweg richtet sich an Menschen, die Ruhe suchen, gerne pilgern oder sich Zeit für persönliche Reflexion nehmen möchten. Besonders ansprechen will Wollersberger auch Menschen, die an sich selbst zweifeln oder davor zurückschrecken, eigene Ziele zu verfolgen. „Die Beispiele am Weg zeigen, dass aus einer Idee oder einem Traum etwas Großes entstehen kann, nicht nur für einen selbst, sondern auch für andere.“








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