Equal Pay Day: ÖGB fordert Mindestlohn von 1700 Euro
SCHÄRDING. Beschäftigte in den Gesundheitsberufen, im Handel, in der Reinigung, in der Produktion, in der Kinderbildung und der 24-Stunden-Betreuung und in vielen anderen Berufen: Die „Heldinnen“ der Corona-Krise waren zu einem großen Teil Frauen. Sie halten das Land am Laufen, bei der Bezahlung liegen sie aber oft weit hinter Männern.

Bis zum 8. Oktober hat ein Mann im Bezirk Schärding so viel verdient wie eine Frau in einem ganzen Jahr. Dieser Stichtag – der Equal Pay Day – wird in Oberösterreich besonders früh begangen, klafft die Einkommensschere zwischen den Geschlechtern im Industriebundesland doch besonders weit auseinander. Um darauf aufmerksam zu machen, dass Frauen auch bei gleicher Leistung immer noch weniger verdienen als Männer, setzt der ÖGB Schärding bei einer Straßenaktion ein Zeichen. „Wir wollen darauf aufmerksam machen, wie groß die Einkommensunterschiede in unserem Bezirk immer noch sind“, sagt ÖGB-Frauenvorsitzende Bettina Hager.
Von höherem Mindestlohn profitieren vor allem Frauen
Ein Schritt in die richtige Richtung wäre ein Mindestlohn von 1.700 Euro in allen Kollektivverträgen. „Von dieser Erhöhung würden vor allem Frauen profitieren, arbeiten doch gerade Frauen häufig in Branchen mit niedrigen Einkommen“, erklärt ÖGB-Regionalsekretärin Christine Payrleitner. Und weiter: „Überfällig wären außerdem kürzere Arbeitszeiten, um die Arbeit – auch die unbezahlte Arbeit zuhause - gerechter zwischen den Geschlechtern zu verteilen.“


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