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BEZIRK. Mit Ende März waren 775 Arbeitslose und 232 Schulungsteilnehmer im Bezirk Schärding arbeitsuchend vorgemerkt. Davon haben 170 Personen eine Wiedereinstellzusage für die nächsten Wochen bereits in der Tasche. Die Arbeitslosenquote liegt bei für diese Jahreszeit niedrigen 3,2 Prozent. 

Harald Slaby, Leiter des AMS Schärding. (Foto: AMS)
Harald Slaby, Leiter des AMS Schärding. (Foto: AMS)

Der relativ geringen Arbeitslosigkeit stehen knapp 900 offene Stellen gegenüber. Gesucht werden beispielsweise 126 Mitarbeiter im Bereich Metall-/Elektro, 117 MA im Fremdenverkehr/Tourismus, 95 MA in Büroberufen, 91 MA im Handel, 74 MA in sonstigen technischen Berufen, 69 Hilfskräfte, 37 MA in Gesundheitsberufen und 36 MA in der Reinigung. „Die Arbeitslosigkeit in Schärding ist im März am stärksten in ganz OÖ – um fast 42 Prozent bzw. 555 Personen zurückgegangen“, informiert der Leiter des AMS Schärding, Harald Slaby, und weiter: „Als Novum haben wir mittlerweile weniger Arbeitslose als Stellenangebote vorgemerkt. Für die Betriebe wird es dadurch immer schwieriger, ihren Bedarf an Arbeitskräften abzudecken. Die Arbeitschancen sind hoch wie kaum zuvor. Leider stimmen aber die von den Arbeitsuchenden mitgebrachten Kenntnisse und Qualifikationen oft nicht mit den Jobanforderungen überein.“

Bekämpfung des Arbeitsmangels

Gemeinsam mit der Wirtschaft sieht das AMS Schärding daher die Bekämpfung des Arbeitskräftemangels als eine der maßgeblichen Herausforderungen am Arbeitsmarkt und versucht Arbeitsuchende und Betriebe mit folgendem Angebotsmix zu unterstützen:  So hat das AMS Schärding im letzten Jahr knapp 350 Arbeitserprobungen bewilligt (220 davon sind zustande gekommen) und 1,8 Millionen Euro an Eingliederungsbeihilfen sowie Lehrstellenförderungen an die Betriebe ausbezahlt. Für alle unqualifizierten Personen, die dies wollen, bietet das AMS die Möglichkeit zur Absolvierung einer Facharbeiterausbildung. Ein weiteres regelmäßig (und erfolgreiches) Angebot ist zudem die Arbeitsstiftung beziehungsweise die Arbeitsplatznahe Qualifizierung, in deren Rahmen geringqualifizierte Personen (unter Fortbezug der Existenzsicherung)  direkt in den Betrieben die für eine dauerhafte Arbeitsaufnahme erforderlichen fehlenden Qualifikationen erwerben können „Um die Arbeitslosigkeit von vornherein zu vermeiden, bietet das AMS den Betrieben die Lehrstellenförderung plus und bezuschusst dabei mittels attraktiver Förderung jene Firmen, die auch bereits im Betrieb Beschäftigte (über 18 Jährige ohne berufliche Qualifikation) eine betriebliche Lehrausbildung quasi im zweiten Bildungsweg ermöglichen“, so Slaby.


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