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100.000 Euro Sanierungskosten, weil Lkw die Halsgraben-Umleitung nicht einhalten

Daniela Toth, 04.03.2019 14:17

SCHARNSTEIN/ST. KONRAD. Seit Mitte Februar wird die B120 im Teilstück Halsgraben ausgebaut. Während der Bauzeit gilt für schwere Lkw eine großräumige Umleitung. Weil diese oft nicht eingehalten wird, muss die Pkw-Umleitungsstrecke nun teuer saniert werden.

Foto: privat
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„Die Bezirkshauptmannschaften und die Straßenverwaltung erarbeiten im Vorhinein von Baumaßnahmen sinnvolle Umleitungskonzepte. Betroffene Gemeinden und diverse Interessensgemeinschaften werden in diesen Prozess miteinbezogen, damit umfassende Lösungen gefunden werden können. Wenn die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer diese Umleitungsanweisungen ignorieren, entstehen dem Steuerzahler hohe Kosten“, zeigt Landesrat für Infrastruktur Günther Steinkellner kein Verständnis für das Missachten.

Pkw-Umleitung nicht für Schwerverkehr geeignet

Seit 18. Februar 2019 laufen die Bestandsausbauten auf der B 120 Scharnsteiner Straße im Bereich Halsgraben. Für den Schwerverkehr über 3,5 Tonnen gilt eine großräumige Umleitung über Vorchdorf und Pettenbach. Leider wird diese großräumige Umleitung nur in wenigen Fällen eingehalten. In absoluter Regelmäßigkeit mühen sich Sattelzüge über die enge, steile, lokale Umleitungsstrecke, die lediglich für Kraftfahrzeuge bis 3,5 Tonnen geeignet ist.

Straße war nach vier Tagen bereits sanierungsbedürftig

Bereits nach nur vier Tagen war die Umleitungsstrecke durch den Schwerverkehr derart in Mitleidenschaft gezogen, dass eine Sanierung unumgänglich geworden ist. Die Verkehrspolizei kontrolliert regelmäßig das unerlaubte Einfahren der Fahrzeuge über 3,5 Tonnen. Ein Vergehen wird mit mindestens 200 Euro gestraft. Leider zeigt auch diese Maßnahme nicht die erwünschte Wirkung, da nach wie vor die lokale Umleitungsstrecke vom Schwerverkehr präferiert wird. 

Ab Mitte März überwacht eine mobile Verkehrskamera

Die Sanierung der für den Schwerverkehr ungeeigneten lokalen Umleitungsstrecke kostet rund 100.000 Euro. Um nicht in regelmäßigen, monatlichen Abständen neuerliche Sanierungen durchführen zu müssen, wird Mitte März eine mobile Verkehrskamera zur Verkehrsüberwachung eingesetzt. Diese Verkehrskamera wird im Vorfeld auch  mit Hinweistafeln angekündigt. Mit der Videoüberwachung sollen konsequente Nichteinhaltungen der Umleitungskonzepte überprüft und, falls erforderlich, weitere Maßnahmen mit der BH Gmunden festgelegt werden.

„Ich bitte alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer in der Region die konzipierten Umleitungskonzepte zu befolgen. Nichteinhaltungen rufen teure und wiederkehrende Sanierungen hervor. Dabei sollten die vom Steuerzahler bereitgestellten Mittel effizient eingesetzt werden“, gibt Steinkellner zu bedenken.


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