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SCHARNSTEIN. Ein ganz besonderer „Hattrick“ gelang dem Scharnsteiner Ronald Holzleitner. Der 32-jährige Absolvent des Welser FH-Studienganges Mechatronik/Wirtschaft erhielt für seine Masterarbeit gleich drei renommierte Auszeichnungen.

Ronald Holzleitner (Mitte) bei der Übergabe des INNOVATIONaward FH Wels 2017 in der Kategorie „Wirtschaft & Innovation“, auch die Zweitplatzierte Kristiana Pavlova (2.v.r.) stammt aus dem Bezirk Gmunden. Foto: Land OÖ/Grilnberger

Erst kürzlich würdigte der FH-Förderverein Holzleitners Arbeit mit dem „Innovationaward FH Wels“ in der Kategorie Wirtschaft und Innovation – eine Auszeichnung, die mit 1500 Euro dotiert ist. Bereits zuvor war die Masterarbeit des Scharnsteiners mit dem „Young Innovators Professional Award“ der Plattform für Innovationsmanagement und mit einem 3000 Euro schweren Stipendium der WKO ausgezeichnet worden.

„Radikale Innovationen“

Holzleitner entwickelte ein strategisches Modell zur optimalen Einführung neuer Produkte und „radikaler Innovationen“. Als Beispiel dafür nennt der Mechatroniker die Entwicklung des Taschenrechners: „Texas Instruments musste damals selbst erst begreifen, wie man mit dem neuen Produkt umgeht, und auch am Markt musste eine Akzeptanz für das völlig neue Produkt geschaffen werden.“

Produkt schrittweise an die Kundenwünsche anpassen

In seiner Arbeit entwickelte der Scharnsteiner einen Leitfaden für Unternehmen, um diese Prozesse zu unterstützen. „Wichtig ist zunächst, dass im Unternehmen und bei den Kunden ein Bewusstsein für das neue Produkt oder die neue Dienstleistung entsteht“, erklärt Holzleitner. In der darauf folgenden explorativen Phase bringt das Unternehmen erste Prototypen auf den Markt. Diese würden ständig nach den Bedürfnissen der Kunden weiterentwickelt, bis man schließlich zur „ultimativen Bestätigung“ komme: „Der Kunde akzeptiert das Produkt und wiederholt den Kauf.“

Experten befragt

Holzleitner baute ein fundiertes strategisches Modell auf, ergänzt durch Interviews mit Experten aus dem sehr innovativen Bereich der Auto-Zulieferbetriebe. Mittlerweile wird sein Modell bei seinem Arbeitgeber Fronius International bereits bei zwei Pilotprojekten angewendet.

Idee entstand aus eigenem „Misserfolg“

Die Idee für seine Arbeit liegt übrigens in Ronald Holzleitners Biografie begründet: Vor seiner Zeit bei Fronius war er als Produktmanager für ein neu entwickeltes Produkt tätig – dieses wurde vom Markt jedoch nicht entsprechend angenommen. In seinem Studium versuchte er die Gründe zu analysieren und kam zum Schluss: „Heute würde ich es anders machen.“


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