Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Treffpunkt Gesundheit“ informierte Neurologin Susanne Asenbaum über die Demenz im Alter und woher diese kommt.

Im Vortrag behandelte Susanne Asenbaum Themen wie die Ursachen der Demenz, die verschiedenen Formen sowie die Vorbeugung. Im Allgemeinen ist Demenz der Oberbegriff für Erkrankungsbilder, die mit einem Verlust der geistigen Funktionen einhergehen. Ist also das Denken, Erinnern, die Orientierung und das Verknüpfen von Denkinhalten beeinträchtigt, spricht man von Demenz. Meist können dabei auch die alltäglichen Aktivitäten nicht mehr eigenständig durchgeführt werden. Normales Altern und DemenzAus medizinischer Sicht liegt der Unterschied in den Nervenzellen des Gehirns. Lagern sich dort die beiden Proteine Amyloid und Tau an, liegt eine Alzheimer-Demenz vor. Diese Eiweiße lagern sich bereits sehr früh ab, weshalb man bereits in den 30ern oder 40ern feststellen kann, ob man Alzheimer-Demenz bekommt oder nicht. Auch im Verhalten gibt es zwischen den beiden Formen konkrete Unterschiede. Jeder Mensch vergisst beispielsweise hin und wieder, wo er Gegenstände wie Schlüssel oder Geldbörse liegen gelassen hat. Der Alzheimer-Patient legt verschiedene Dinge jedoch an völlig unangebrachte Orte, wie zum Beispiel den Schmuck in den Kühlschrank. Auch Stimmungsveränderungen kommen bei allen Menschen vor. Bei Alzheimer-Patienten schwankt die Stimmung oft abrupt und das meist ohne besonderen Grund. Zwischen dem normalen Altern und der Alzheimer-Demenz gibt es also jede Menge Unterschiede. VorbeugungGänzlich verhindern lässt sich der Ausbruch der Alzheimer-Krankheit nicht, man kann allerdings Maßnahmen setzen, um die Krankheit ein wenig hinauszuzögern. Vor allem die sportliche Betätigung ist eine sehr gute Vorbeugung für Demenz, denn Ausdauersport beeinflusst die Krankheitsprogression der Alzheimer-Demenz positiv. Für erkrankte Personen gibt es auch verschiedene Medikamente, die das Gedächtnis verbessern. Bei erkrankten Personen sollte man auch besonders darauf achten, dass sich der Patient in gewohnter Umgebung befindet und es nicht zu viele Änderungen im Alltag gibt. Kognitives Training und Musiktherapie sind ebenfalls eine gute Form der Therapie.


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