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BEZIRK SCHEIBBS/NÖ. Der aus dem Bezirk Scheibbs stammende FP-Landtagsabgeordnete Teufel informiert über den Borkenkäferbefall und Maßnahmen, diesem entgegenzuwirken. Teufel fordert das Land Niederösterreich die Bauern zu unterstützen. Mit Schälaggregaten soll dem Befall mit Borkenkäfer entgegengewirkt werden.

FP-Landtagsabgeordneter Reinhard Teufel. Foto: FPÖ NÖ
FP-Landtagsabgeordneter Reinhard Teufel. Foto: FPÖ NÖ

„Die Situation in Niederösterreichs Wäldern ist aufgrund des Borkenkäferbefalls nach wie vor kritisch, denn die Schädlinge verursachten im Vorjahr eine Schadholzmenge von 1,9 Millionen Festmeter“, berichtet FP-Landtagsabgeordnete Reinhard Teufel über die gegenwärtige Lage der betroffenen Waldbauern.

Sofortige Entrindung gefällter Bäume

Eine Methode, dem Borkenkäfer beizukommen, ist die sofortige Entrindung der gefällten Bäume. Dadurch wird die Brutmöglichkeit des Schädlings beseitigt und vorhandene Larven in der entfernten Rinde sterben, weil sie keinen Schutz mehr haben. Somit kann eine ganze Käfergeneration vernichtet werden. „Die Bekämpfung des Borkenkäfers muss mit der bestmöglichen, modernsten Technik unterstützt und unseren betroffenen Waldbesitzern gegebenenfalls kostenlos vom Land Niederösterreich zur Verfügung gestellt werden“, fordert Teufel rasches Handeln für Gebiete, in denen die Lage besonders schlimm ist.

Langfristige Investition

Wenn ungeschälte Bäume monatelang im Wald liegen bleiben und ausreichend Brutmaterial zur Verfügung steht, schwärmen die Borkenkäfer aus und befallen andere Bäume. Die in der Forstwirtschaft verwendeten Harvester können mit Schälaggregaten ausgestattet werden, womit sie auch die Baumrinde innerhalb weniger Sekunden entfernen.

„Diese Umrüstung kostet bis zu 10.000 Euro, verlängert die Zeit der Holzernte und der Festmeter verteuert sich um fünf Euro. Langfristig kann sich diese Investition jedoch auszahlen, da somit die Population der Schädlinge reduziert wird und dadurch weniger Ertragsausfall entsteht. Darüber hinaus verbleiben die Nährstoffe, welche sich in der Rinde befinden, gleich im Wald, kommen diesem zugute und tragen zur Verbesserung des Waldbodens bei“, so Teufel.

70prozentige Entfernung der Rinde reicht aus

Die Rinde muss nicht komplett entfernt werden – 70 Prozent reichen, damit sich der Borkenkäfer nicht mehr weiterentwickeln kann. Das Entrinden funktioniert am bestem im Sommer, da die Bäume im Saft stehen. Ein schattiger Lagerplatz ist danach wichtig, da sie sonst schnell austrocknen können.

„Sollte das Niederschlagsdefizit und die hohen Temperaturen weiter anhalten, wird es ein enorm schwieriges Jahr für Waldbesitzer“, warnt Teufel. „Es muss daher rasche und bestmögliche Unterstützung vom Land Niederösterreich für unsere Landwirte geben, um eine nachhaltige Lösung des Problems sicher zu stellen“.

Antrag im Landtag abgelehnt

„Mit der Ablehnung des FPÖ-Antrags hat die ÖVP Niederösterreich leider eine große Chance für unsere Fortwirte vertan. Damit der Zerstörung durch den Borkenkäfer endlich Einhalt geboten wird, brauchen wir nachhaltige und effiziente Maßnahmen“, ärgert sich FPÖ-Landtagsabgeordneter Reinhard Teufel. Konkret geht es um die Förderung und den Ausbau von Nasslagern sowie das Fallenstellen und die Aufforstung standortgerechter Baumarten. Allen voran muss ein weitreichendes und flächendeckendes Monitoring sichergestellt werden.


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