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WIESELBURG. Nach rund einem Jahr Entwicklung und Optimierung ist das COBOT-Programm beim Lichtsystem-Hersteller ZKW im Echtbetrieb angekommen. Dort arbeitet jetzt ein Roboter gemeinsam mit dem Personal am Fertigungsband.

  1 / 5   Das ZKW Projektteam hat die COBOT-Anwendung entwickelt und industrialisiert: (v. l.) Christian Blamauer, Christian Huber, Matthias Wieser, Michael Schöbinger und Daniel Masek (nicht am Bild: Harald Kerschner). Foto: ZKW

Während Industrieroboter abgeschirmt hinter Schutzverbauten oder Sicherheitstüren in einer eigenen Zelle eingesetzt werden, steht der ZKW COBOT frei und interagiert mit dem Bediener. Derzeit wird die Maschine in Wieselburg zur Montage von Scheinwerfer-Lichtleisten eingesetzt. Die ersten Erfahrungen sind laut ZKW vielversprechend: Die Teamarbeit mit dem smarten Roboter erleichtere den Mitarbeitern am Band die kräfteraubende manuelle Arbeit, beschleunige den Montageprozess um rund 20 Prozent und sorge für eine konstant hohe Fertigungsqualität.

Roboter dreht Schrauben ein

Die besondere Herausforderung beim COBOT-Projekt lag nicht nur in der Umsetzung der notwendigen prozesstechnischen, sondern auch sicherheitsrelevanten Anforderungen. So erteilt der Bediener per Taster die Arbeitsfreigabe für den Roboter. Während der Bediener manuell zusätzliche Bauteile positioniert, fährt der Roboter die verschiedenen Positionen der Schraublöcher an und dreht die Schrauben ein.

Sicherheit im Fokus

Größte Herausforderung bei der Programmierung war es, die Sicherheit des Bedienpersonals zu gewährleisten. „Wir haben die möglichen Gefahrenstellen genau analysiert, bewertet und in einem Sicherheitskonzept umgesetzt, so Projektleiter Christian Blamauer. Dass sich das System in der Praxis bewährt, bestätigt auch eine ZKW-Mitarbeiterin, die mit dem Roboter zusammenarbeitet: „Ich brauche die Arbeit des COBOT nicht zu kontrollieren, ich vertraue dem Roboter blind. Wir sind ein gutes Team, ich erspare mir das anstrengende, händische Eindrehen der Schrauben.“

Ausweitung geplant

Zusätzlich lässt sich die Qualität aufgrund des erhöhten Automatisierungsgrades weiter absichern. Die integrierten Scanner erfassen die Seriennummer jedes Bauteils, fehlerhafte Chargen lassen sich dadurch einfach nachvollziehen. „Zukünftig könnten weitere Arbeitsschritte in der Produktion mit dem COBOT unterstützt werden“, so Oliver Schubert, CEO der ZKW Group.


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