ZKW setzt auf Radfahrer und ein vollautomatisches Logistikzentrum

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Claudia  Brandt Claudia Brandt, Tips Redaktion, 25.11.2021 10:03 Uhr

WIESELBURG. Das Unternehmen ZKW und die Stadtgemeinde Wieselburg haben gemeinsam ein Mobilitätskonzept entwickelt. Dieses sieht eine bessere Anbindung des Werks an das Radwegenetz vor, um den Beschäftigten eine umweltfreundliche Anfahrt zu ermöglichen. Die ZKW Group investierte zudem 16 Millionen Euro in ein neues Logistikzentrum.

Rund 3.000 Mitarbeiter beschäftigt der Lichtsysteme-Hersteller ZKW in Wieselburg, darunter auch viele aus den umliegenden Bezirken im Mostviertel. Aktuell gelangen diese überwiegend mit dem Auto zu ihrem Arbeitsplatz. Dies könnte sich bald ändern. Bei einer Umfrage gaben 48 Prozent der Beschäftigten an, künftig zumindest teilweise mit dem Rad zu kommen, wenn sich die Verkehrsanbindung verbessert. Anlass für ZKW-Spitze und Stadtgemeinde, gemeinsam ein Mobilitätskonzept zu entwickeln. Dieses liegt nun vor und soll ab 2022 umgesetzt werden.

Neuer Radweg kommt

Herzstück ist die Errichtung eines rund 700 Meter langen Radweges vom südlichen Ortsende bis in Bahnhofsnähe (Stefan-Denk-Straße), der direkt am ZKW-Werk vorbeiführt. Die Stadtgemeinde wird hier laut Bürgermeister Josef Leitner (SPÖ) rund eine Million Euro investieren. Außerdem werde der bestehende Radweg in der Rottenhauser Straße teilweise verbreitert und mit einer besseren Beleuchtung versehen. Dank der zunehmenden Verbreitung von E-Bikes kann sich ZKW-Standortleiter Stefan Hauptmann vorstellen, dass Beschäftigte, die in einem Umkreis von etwa 15 Kilometern zum Werk wohnen, künftig verstärkt das Fahrrad für den Arbeitsweg nutzen. Die ZKW Group nimmt 300.000 Euro in die Hand und errichtet einen neuen Radabstellplatz für 140 Drahtesel beim Werkseingang in der Scheibbser Straße. In der hauseigenen Mitarbeiter-App will man außerdem eine Mitfahrplattform vorstellen, die es den Beschäftigten erleichtern soll, sich für Fahrgemeinschaften zusammenzuschließen.

Hochautomatisiertes System

Nach rund einem Jahr Bauzeit hat die ZKW Group ihr neues, 16 Millionen Euro teures Logistikzentrum in Betrieb genommen. Das hochautomatisierte Lagersystem am ehemaligen Parkplatz in der Scheibbser Straße garantiere eine schnelle und effiziente Materialversorgung. Seit Mitte Oktober werden jede Woche weitere Montagelinien an das neue System angebunden. Bis zum ersten Quartal 2022 sollen alle 28 Fertigungslinien an das Logistikzentrum angekoppelt sein.

Material in 15 Minuten da

Künftig läuft der gesamte Warenfluss vollautomatisch und ohne zusätzliche Ein- und Auslagerungsschritte ab. „Von der Materialbestellung am Montageband bis zum Eintreffen der benötigten Teile dauert es nur mehr knapp 15 Minuten“, erklärt Hauptmann.Insgesamt stehen in dem neuen Gebäudekomplex 62.000 Behälterstellplätze auf 28 Ebenen zur Verfügung. Das rund drei Kilometer lange Transportsystem ermöglicht bis zu 1.500 Ein- und Auslagerungen pro Stunde. „Mit dem System sparen wir enorm viel Platz am Montageband ein, da es die benötigten Teile vollautomatisch und bedarfsgerecht anliefert“, verdeutlicht Hauptmann.

Flächen optimal nutzen

Die Produktionsflächen am Standort Wieselburg sind laut ZKW Group mittlerweile ausgeschöpft. Mit der Inbetriebnahme des neuen Logistikzentrums konnten nicht nur die Lagerkapazitäten erweitert, sondern auch ehemalige Lager- in Produktionsflächen umgewandelt werden.

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