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SCHENKENFELDEN. Der Andrang bei der Infoveranstaltung der IG Landschaftsschutz Mühlviertel bezüglich der geplanten 110 KV Freileitung im Musikheim Schenkenfelden war enorm. Immer mehr Betroffene und Personen engagieren sich, die für die landschaftsschonendere Erdkabelvariante sind, berichten Sprecher der Intiative.

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„Wir wollen, dass die Erdkabelvariante geprüft werden muss, was bisher nicht geschehen ist. Sonst wären der volkswirtschaftliche Schaden und die Grund- und Landschaftsentwertung enorm. Der Trassenvorschlag für eine Erdleitung wäre vom IG Landschaftsschutz Mühlviertel entlang des öffentlichen Gutes, entlang der B38. Diese wird laut Info vom Land OÖ bis 2030 generalsaniert“, berichtet Jürgen Scherb, Sprecher der Arbeitsgruppe Schenkenfelden.

Vorbild Innviertel

Viel Zuspruch gab es von Klaus Wimmersberger, Betroffener der Trasse Ried/Raab. „Wir im Innviertel halten den Bau der Freileitung seit 20 Jahren auf. Es gibt nur zwei Möglichkeiten. Schnelles Geld und mind. 80 Jahre eine Freileitung vor der Tür. Oder gegen die Errichtung kämpfen – für eine schönere Natur für unsere Kinder, Enkel und Urenkel. Lasst euch nicht auseinanderdividieren“, sagt Klaus Wimmersberger. 

Auch Vertreter des Tourismus kamen zu Wort. Wie etwa Hubert Pammer vom Gasthaus Pammer oder Stefan Wagner vom Verwöhnbauernhof, der ein Kräuter-Bett im Kornfeld anbietet. Für beide wäre eine Freileitung ein großer wirtschaftlicher Schaden, weil der Tourismus im Mühlviertel von seiner wunderschönen unberührten Landschaft lebt.

Ing. Mario Neulinger informierte das Publikum über die technischen Daten der 110 KV Leitung. Unter anderem gab es eine Gegenüberstellung von Unfällen mit Freileitungen bzw. Erdkabel. „Wenn man im Internet danach sucht, findet man ausschließlich Unfällen mit Freileitungen zB mit Lkw, landwirtschaftlichen Fahrzeugen, Kräne, Flugzeuge und Fallschirmspringer. Jedoch keinen Einzigen mit einem Erdkabel. Auch Sturmschäden sind ein großes Thema. Hier wären bei einer Freileitung viele Haushalte ohne Strom. Einem Erdkabel ist ein Sturm egal. Was soll schon passieren? Oder soll sich ein Maulwurf hineingraben?“ sagt Ing. Mario Neulinger.

Strommasten  in unberührter Natur

Als Abschluss bekamen die interessierten Besucher noch ein Video zu sehen, mit Fotos der wunderschönen Landschaft entlang der geplanten Freileitungstrassen. Die letzten Bilder zeigten, wie solche Strommasten in der unberührten Natur aussehen, was beeindruckend mit einem Sinus Herzschlag, der mit einem Herzstillstand endete, hinterlegt wurde. Hierbei wurde im Publikum die eine oder andere Träne vergossen.

Genauere Infos über den IG Landschaftsschutz Mühlviertel, unsere Petition und über die anstehenden Veranstaltungen au der Homepage https://muehlviertel110kv.at/

People in Motion

Des Weiteren wurde eine Großveranstaltung unter dem Titel „People in Motion“ bekanntgegeben. Die am 8.09.2018 am Flugplatz, Freistadt und der Diskothek Cheeese, Hirschbach stattfindet. Ein Fahrzeugkonvoi bei dem Motorräder, Autos und natürlich auch Traktoren recht herzlich eingeladen sind wird ebenfalls ein wichtiger Punkt sein. Es wird die Möglichkeit geben, eine geführte Radtour durch die schöne Natur zu machen, inkl. einem Stopp bei einem Strommast, damit man sich die Dimensionen besser vorstellen kann. Auch eine Wanderroute entlang des Kräuterwanderwerges Hirschbach wird Teil der Veranstaltung sein. Außerdem bekommen wir Luftunterstützung von unseren Piloten und Fallschirmspringern des Flugplatzes Freistadt.Tips wird rechtzeitig berichten.


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