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SCHIEDLBERG. Cölestin Joseph Ganglbauer ist der berühmteste Sohn der Landgemeinde. Am 20. August jährte sich sein Geburtstag zum 200. Mal.

Cölestin Joseph Ganglbauer starb 1889 im Alter von 72 Jahren in Wien.
Cölestin Joseph Ganglbauer starb 1889 im Alter von 72 Jahren in Wien.

Das Schöne an Geschichte ist es, überall Anknüpfungspunkte zu finden, um Geschichten zu erzählen. So ist es möglich, von einem Naturdenkmal in der Kremsmünsterer Landesgartenschau zum erzbischöflichen Palais in Wien zu kommen – man muss nur einen Zwischenstopp in Schiedlberg einlegen.

Klug, diplomatisch, unverbraucht

Dort feiert man heuer den 200. Geburtstag von Cölestin Ganglbauer, den berühmtesten Sohn der Landgemeinde. Dieser kluge Bursche – geboren am 20. August 1817 – kam in das Stiftsgymnasium, maturierte mit Auszeichnung, trat ins Kloster ein, wurde selbst Lehrer und später Prior und Abt. 1881 erkannte man in ihm den idealen Kandidaten für die Stelle des Erzbischofs von Wien: klug, diplomatisch, unverbraucht. Seine Wahl erfolgte, als sich Kronprinz Rudolf vermählte. Im kaisertreuen Stift Kremsmünster pflanzte man aus diesem Anlass einen Baum.

Bis 1946 Thanstetten

Einmal in Wien angekommen, dauerte es nicht lange, bis Ganglbauer Kardinal wurde; übrigens nur einer von drei gebürtigen Oberösterreichern und davon der einzige Nicht-Adelige. Und als sich Kronprinz Rudolf das Leben nahm, wurde er zum Beichtvater und Seelentröster des Kaisers. Schiedlberg war schon damals stolz auf ihn und ist es noch heute. Dort wird heuer auch noch ein anderes rundes Jubiläum begangen, nämlich der 70. Namenstag der Umbenennung der Gemeinde. Nur mehr wenige wissen, dass sie vor 1947 Thanstetten hieß.

Chronik von Schiedlberg

Viele Geschichten aus der Vergangenheit, aber auch Wissenswertes über Blühendes wie Gärten und Mostäpfel, erzählt die Chronik von Schiedlberg, die am 6. Oktober um 19 Uhr in der Schiedlberger Pfarrkirche offiziell präsentiert wird. 


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