Vom Käfergraben ins Panorama – Interview mit den Literarischen Nahversorgern

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David Winkler-Ebner David Winkler-Ebner, Tips Redaktion, 09.11.2019 08:01 Uhr

SCHLIERBACH. Die „Literarischen Nahversorger“ feiern ihr 20-jähriges Bestehen. Gerhard Stiftinger und Christa Huemerlehner blicken zurück.

Tips: Die Literarischen Nahversorger gibt es nun seit 20 Jahren. Wie hat alles angefangen?

Gerhard Stiftinger: Begonnen hat es im Haus von Bernhard Samitz im Käfergraben. Bernhard und ich kannten uns von unserer Studienzeit und als wir nach Oberösterreich kamen, begannen wir, bei ihm zuhause Lyrikabende zu veranstalten. Dann kam die Idee auf, das Ganze größer zu machen, öffentliche Lesungen zu veranstalten. Daraus sind die Nahversorger geworden.

Tips: Der Name eures Vereins ruft Assoziationen zum häufig diskutierten Mangel an einer Nahversorgung mit Lebensmitteln am Land hervor. Ortet ihr einen derartigen Mangel im Kulturbereich in der Peripherie?

Christa Huemerlehner: Das ist auf jeden Fall ein Punkt, an dem wir ansetzen. Es gab aus dem Kulturbereich viele Zweifler, die gemeint haben, dass zu uns keine namhaften Autoren kommen. Mittlerweile sind wir aber in der Literaturszene voll etabliert und wir haben ein sehr treues Stammpublikum.

Tips: In eurer Festschrift zum 20-Jahr-Jubiläum schreibt ihr, wie schwierig es mitunter ist, junge Menschen für das Format Lesung zu begeistern. Warum haltet ihr an der klassischen „Wasserglaslesung“ fest?

Stiftinger: Das tun wir in der Form ja auch nicht. Bei uns gibt es immer auch ein Gespräch. Dieses ist insofern eine sehr gute Ergänzung, da es den Autor und den Text ein kleines Stück greifbarer macht.

Huemerlehner: Das Spannende an einer Lesung ist, dass der Autor selbst seinen Text vorträgt. Auch wenn nicht alle Autoren die besten Leser sind, öffnet das ganz andere Blickwinkel.

Tips: Nach welchen Kriterien erstellt ihr euer Programm?

Huemerlehner: Wir orientieren uns vor allem an eigenen Vorlieben. Manche Autoren gefallen uns so gut, dass wir sie immer wieder einladen, etwa Josef Winkler oder Manfred Rebhandel.

Stiftinger: Außerdem fördern wir Autoren aus der Region, wie etwa Verena Stauffer aus Molln. Sie war vergangenes Jahr zu Gast.

 

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