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Junge Schlierbacher wollen billig wohnen - Interview mit Schlierbachs Bürgermeisterin Katharina Seebacher

David Winkler-Ebner, 07.11.2019 09:01

SCHLIERBACH. Bürgermeisterin Katharina Seebacher (ÖVP)sprach mit Tips über Maßnahmen, um den Ort für junge Menschen und Familien attraktiver zu gestalten.

  1 / 2   Noch wird gebaut, aber in wenigen Wochen sollen die Arbeiten am neuen Kindergarten abgeschlossen sein. Foto: Winkler-Ebner

Tips:Was wird derzeit im Gemeinderat diskutiert?

 Katharina Seebacher: Eines der Themen bei der letzten Sitzung am 15. Oktober war dieBürgermeisterin Katharina Seebacher künftige Nutzung des „Doktorhauses“ in der Stiftsstraße, das seit längerer Zeit leersteht. Eine regionale Genossenschaft will dort Kleinwohnungen errichten. Auch ein paar Angelegenheiten die Flächenwidmung betreffend wurden besprochen.

 Tips:Die Gemeinde hat eine Online-Umfrage unter jungen Schlierbachern zwischen 20 und 35 Jahren zu modernem Landleben durchgeführt. Welche Erkenntnisse erhoffen Sie sich davon?

 Seebacher: Die Gemeinde plant eine Überarbeitung des Flächenwidmungsplans und des örtlichen Entwicklungskonzepts. Dabei wollen wir vor allem die Jungen berücksichtigen. Die Umfrage soll zeigen, was diese brauchen, um im Ort zu bleiben oder nach der Ausbildung zurückzukommen.

 Tips: Welche Maßnahmen wurden bisher für junge Dableiber und Rückkehrer umgesetzt?

 Seebacher: Ein Punkt ist die Schaffung von Wohnangebot. Mit den Kleinwohnungen im Doktorhaus entstehen leistbare Starterwohungen für junge Menschen. Für die Hofwiese haben wir gemeinsam mit dem Stift Schlierbach ein Bebauungskonzept erarbeitet. Außerdem treiben wir aktuell den Breitbandausbau voran. Wichtig ist auch die Schaffung von Arbeitsplätzen. Diesbezüglich haben wir in Schlierbach das Problem, das aufgrund des aktuellen Flächenwidmungsplans es sehr schwer ist, Betriebsbaugebiet für Neuansiedlungen zu finden.

 Tips:Schlierbach ist zertifizierte „familienfreundliche Gemeinde“. Was wurde dafür getan?

 Seebacher: Momentan steht der Neubau des Kindergartens kurz vor dem Abschluss. Erstmals wird es dort auch eine Krabbelstube geben. Auch die Verkehrssicherheit ist ein Thema. Mit der Errichtung von Gehsteigen und Markierungen haben wir hier einen Beitrag geleistet.


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