Zweite Chance genutzt: „Ohne die Spes Arbeitsstiftung hätte ich meinen Abschluss nie gemacht“

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Michaela Primessnig Michaela Primessnig, Tips Redaktion, 16.10.2019 11:45 Uhr

SCHLIERBACH/KIRCHDORF. Der geborene Wiener Johann Biener zog in den 80ern mit seiner Familie nach Kirchdorf. Den gelernten Maurer hat es früh in die Gastronomie gezogen. Erst viel später konnte er aber den Facharbeiterabschluss nachholen. Seine zweite Chance war die SPES Arbeitsstiftung, die so inzwischen 835 Menschen helfen konnte.

Jahrelange Praxis im In- und Ausland können eine fehlende Lehre nicht ersetzen. Als Projektleiter im Catering bei Großveranstaltungen wie z.B. der Fußball-WM 2006 oder auch als Barkeeper auf Kreuzfahrtschiffen hatte Johann Biener schon vieles gesehen und gelernt. Viele Fachleute aus der Gastronomie können solche Referenzen nicht vorweisen. Trotzdem war es für Biener nicht immer einfach, vor allem, wenn es ums Thema Bezahlung ging, stieg er ohne Abschluss meist schlecht aus.

Über SPES Arbeitsstiftung die Lehre nachgeholt

Ein zufällig geführtes Gespräch mit seinem Nachbarn änderte alles. Auch dieser wollte sich beruflich verändern und erzählte ihm von der SPES Arbeitsstiftung in Schlierbach. Im Erstgespräch mit Stefanie Huemer von der SPES Arbeitsstiftung war er rasch überzeugt, wie wichtig ein Facharbeiterabschluss ist und welche tollen Möglichkeiten sich dadurch ergeben können. Das Team der Arbeitsstiftung fand innerhalb kürzester Zeit einen idealen Ausbildungsbetrieb in Kirchdorf und es wurde ein maßgeschneiderter Bildungsplan für Johann Biener erstellt. Innerhalb der rund zwölfmonatigen Ausbildungszeit absolvierte er den Vorbereitungskurs für die Lehrabschlussprüfung zum Restaurantfachmann bzw. Sommelier Österreich.

Stressige Zeit, aber es hat sich gelohnt

„Es war zwar eine sehr intensive und zeitaufwendige Phase in meinem Leben, aber endlich konnte ich mein praktisches Wissen und Know-how mit dem positiven Abschluss der Lehrabschlussprüfung zum Restaurantfachmann auch offiziell belegen und nachweisen“, so Biener. „Ohne die finanzielle Unterstützung durch das Fördermodell AQUA (finanziert durch Land OÖ und AMS) und die tolle Betreuung durch die SPES wäre es mir nie möglich gewesen, einen Facharbeiterabschluss zu machen.“

 „Es ist schön zu sehen, wie sich Teilnehmer so toll entwickeln und ihre Chance sinnvoll nutzen und mit ihrem Erfolgsbeispiel andere Menschen motivieren. Wir durften in den letzten Jahren über 835 Personen erfolgreich ausbilden“, so die Leiterin der SPES Arbeitsstiftung, Stefanie Huemer.

Mittlerweile ist die Arbeitsstiftung mit drei Standorten am Markt vertreten. Der Hauptsitz ist in Schlierbach, die Zweigstellen sind in Wels und Linz.

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