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SCHLÜSSLBERG. Das Rennfahren liegt ihm im Blut. Rasant war der heute 16-jährige Nico Gruber aus Schlüßlberg schon seit Kindesbeinen an unterwegs und begleitete seinen Vater, selbst Motorsportler, zu seinen Rennen. Heute greift Gruber nach den Sternen von Senna, Mansell und Co.

Die Formel 1 wäre der große Wunsch des 16-jährigen Nico Gruber. Foto: LangS
  1 / 2   Die Formel 1 wäre der große Wunsch des 16-jährigen Nico Gruber. Foto: LangS

Mit vier Jahren stand es für Nico Gruber fest: „Ich will Rennfahrer werden“, sagt er damals. Ein halbes Jahr später saß er in seinem ersten Kart, mit sechs fuhr er sein erstes Rennen. Heute misst er sich in der Britischen Formel Ford mit der starken Konkurrenz, immer mit dem Fuß am Karrieregaspedal. Mit Erfolg. Nach seinem tollen Debüt in der Britischen Formel Ford in Silverstone konnte Nico Gruber am zweiten Meisterschaftswochenende nochmals nachlegen. Der Oberösterreicher holte im schottischen Knockhill in den drei Läufen des Wochenendes die Ränge vier, vier und neun. Damit zählt der 16-Jährige mitteleuropäische Kartchampion bereits jetzt zu den besten Rookies der Seriengeschichte, einer Rennserie, in der Formel-1-Legenden wie Ayrton Senna, Nigel Mansell und Jenson Button unterwegs waren.

Nervenkitzel und Schnelligkeit

Besonders fasziniert ist Nico Gruber von der Atmosphäre beim Rennenfahren, der Schnelligkeit und der Aufregung vor dem Start: „Die Nervosität, wenn man vor dem Start im Auto sitzt, diese letzten Momente sind einfach cool“, meint der 16-Jährige.

Das Vorbild am Kopf

Das Motorsport-Gen geerbt, die Liebe zur Schnelligkeit im Blut und das Vorbild im Kopf – ständiger Begleiter bei Nico Grubers Rennen ist Ayrton Senna. Der dreifache Formel-1-Weltmeister ist das große Vorbild von Gruber. „Senna war auch ein Denker beim Fahren und ich glaube, da bin ich ihm sehr ähnlich. Er hat mitgedacht, war aber gleichzeitig aggressiv beim Rennen. Das fasziniert mich“, erzählt Gruber. Auch wenn Senna bei Grubers Geburt bereits sieben Jahre tot war – der Rennfahrer verunglückte 1994 beim Großen Preis von San Marino – fühlt sich Gruber mit ihm verbunden. Seit einem halben Jahr ziert ein Foto des Rennfahrers den Helm von Gruber. „Ich glaube schon, dass es mir Glück bringt“, so der 16-Jährige. Als größte Herausforderung beim Rennsport nennt der Schlüßlberger den Druck, keine Fehler zu machen und sich gegen die anderen Fahrer durchzusetzen, wenn man mit bis zu 220 km/h über die Strecke braust.

Ziel: Formel 1

Der große Wunsch für Nico Gruber ist die Formel 1. Ein steiniger aber erstrebenswerter Weg für den Nachwuchs-Motorsportler. „Viele sagen, ich bin ein Träumer, aber ich habe das Zeug und arbeite so hart daran“, erzählt der Rennfahrer. Ein bis zwei Stunden am Tag analysiert er seine Rennen. Daneben besucht Gruber die HAK in Wels und treibt viel Sport, denn der Rennsport bestehe nicht nur aus dem Gas geben. Man müsse richtig fit sein, so Gruber. Nun kämpft Gruber aber erstmal in der Formel Ford um die besten Plätze. Und dann wird man weitersehen: „Man braucht Glück, muss zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sein und man muss gute Ergebnisse einfahren, damit jemand auf einen aufmerksam wird“, so Gruber, der bereits mit den Kindern von Michael und Ralf Schumacher Rennen gefahren ist.


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