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SCHLÜSSLBERG. Beim Betriebsbaugebiet an der B137 in Schlüßlberg will man hoch hinaus. Die Firma Holzmann will sich vergrößern und strebt einen Zubau an, der bis zu 16 Meter hoch werden könnte. Während man sich im Gemeinderat großteils über den Ausbau der Firma freut, stößt die geplante Erweiterung bei den Grünen auf wenig Gegenliebe.

Rechts der Firma Holzmann an der B137 in Schlüßlberg soll eine neue Lagerhalle entstehen. Foto: LangS

Zu wenig Abstand zwischen Betriebsgebäude und Wohngebiet sowie Angst vor einem veränderten Grundwasserspiegel sehen die Grünen Schlüßlberg mit Gemeinderat Georg Hötzmanseder als Probleme bei der geplanten Betriebserweiterung der Firma Holzmann im Gewerbepark an der B137. „Mit jedem Bau in diesem Gebiet verändert sich der Grundwasserspiegel“, erklärt Hötzmanseder. Es sei nicht auszuschließen, dass die Bewohner in diesem Gebiet das Wasser bald wieder, wie in der Vergangenheit auch, in den Kellern haben könnten. Zudem sei laut Hötzmanseder die räumliche und optische Trennung zwischen Betriebsbaugebiet und Wohnsiedlung nicht mehr gegeben. „Es wurde versprochen, dass der Grünstreifen erhalten bleibt“. Das Erscheinungsbild der Gemeinde Schlüßlberg werde so, laut Hötzmanseder, nachhaltig geprägt.

Vorteil für Gemeinde

Die Betriebserweiterung wurde im Schlüßlberger Gemeinderat mit 23 Fürstimmen, einer Enthaltung und einer Gegenstimme vom Grünen Georg Hötzmanseder beschlossen. Man freue sich, dass sich Firmen in der Gemeinde vergrößern wollen, so die mehrheitliche Meinung im Gemeinderat. „Es ist wichtig für die Gemeinde. Zum einen, weil mehr Arbeitsplätze geschaffen werden können und auch aufgrund der Kommunalsteuer. Genauso ist es erfreulich, dass ein Betrieb, der jahrelang in Schlüßlberg beheimatet ist auch hier bleiben will“, so Bürgermeister Klaus Höllerl (SPÖ). Die Bedenken bei den Anrainern könne Höllerl natürlich verstehen. Das erweiterte Gebäude werde aber mit keinem Keller, sondern lediglich mit Punktfundamenten ausgestattet. Eine großflächige Versiegelung des Bodens, was wiederum Auswirkungen auf den Grundwasserspiegel haben könnte, sei nicht der Fall. „Der unterirdische Wasserlauf ist weiterhin gegeben“, meint Höllerl. Damit könne man die Gefahr von zu hohem Grundwasserspiegel ausschließen. Zudem solle der Zubau die Siedlung auch besser vor Straßenlärm schützen können, meint der Bürgermeister. Die konkreten Pläne über den Ausbau der Firma Holzmann werden in der nächsten Tips-Ausgabe präsentiert.


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