Kuh schützte ihre Herde vor Angrifff

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Mag. Claudia Greindl Mag. Claudia Greindl, Tips Redaktion, 26.05.2020 20:04 Uhr

SCHÖNAU. Der ausgeprägte Mutterinstinkt einer Kuh hat in Prandegg die ganze Mutterkuh-Herde von Gundi und Jakob Kiesenhofer vermutlich vor dem Angriff eines Raubtieres gerettet. Ob es sich um einen Wolf gehandelt hat, wird in Wien abgeklärt.

„Unsere Jäger spüren den Wolf schon länger“, weiß Jakob Kiesenhofer. Am Samstag Früh bemerkte der Tischlermeister und Züchter von Wagyu-Rindern einen beschädigten Weidezaun. „Dann habe ich die blutende Kuh gesehen, sie war am Schwanz schwer verletzt worden“, sagt Kiesenhofer.

Vier Schwanzwirbel eingebüßt

Die Spuren auf der Weide sprachen für ihn eine deutliche Sprache: Offenbar hatte sich die Kuh, die einen sehr ausgeprägten Mutterschutzinstinkt speziell gegen Hunde besitzt, einen regelrechten Kampf mit dem Angreifer geliefert und die Herde mit mehreren Kälbchen dadurch geschützt. Für Jakob Kiesenhofer besteht kein Zweifel, dass es sich um einen Wolf gehandelt hat. „Er hat sich im Schweif der Kuh festgebissen und erst ausgelassen, als beide einen Stromschlag beim Elektroweidezaun bekommen haben.“ Ein Tierarzt musste der Wagyu-Kuh vier Schwanzwirbel amputieren.

Wolfsbeauftragter legt sich nicht fest

Den Beweis für einen Wolfsangriff soll die Untersuchung des abgetrennten Schwanzes durch Experten in Wien erbringen. Gottfried Diwold, einer von mehreren Wolfsbeauftragten des Landes OÖ., dazu: „Tatsache ist, dass eine Kuh blutend auf der Weide gestanden ist. Es deutet viel auf Bisse hin, es wurden auch Trittsiegel gefunden und die Gegend passt, aber mit der Aussage, es war der Wolf, sind wir lieber vorsichtig.“ Das Untersuchungsergebnis soll nächste Woche vorliegen. Für Jakob Kiesenhofer hingegen ist die Attacke auf seine Herde eine Warnung. „Bei uns gibt es genügend Platz für den Wolf. Die Leute sollen wissen, dass er da ist.“

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