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Leserartikel Online Redaktion, 16.03.2015 11:00

SCHREMS. Konstantin Wecker eröffnete seine diesjährige Österreich-Tournee mit einem bemerkenswerten Konzert in der Stadthalle. Der Saal war voll, die Band gut drauf und Wecker selbst ganz der Alte, auch wenn er etwas älter geworden ist. Von Erich Schacherl

Konstantin Wecker begeisterte in Schrems. *****Foto: Schacherl
Konstantin Wecker begeisterte in Schrems. *****Foto: Schacherl
Heini Staudinger ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen. Als Chef der Waldviertler Schuhwerkstatt, die Konstantin Weckers Konzertreise in Österreich unterstützt, kündigte er selbst den Liedermacher mit Begeisterung an. Tosenden Applaus der Besucher, noch bevor der Hauptact des Abends überhaupt auf der Bühne erschienen ist, das gibt es nicht oft. Als der Münchner Liedermacher die Bühne betrat, wurde das Klatschen noch stärker. Mit schönerer Energie kann ein Künstler nicht empfangen werden. Der Willy Der Wecker, sein Klavier und dieses eine Lied, der „Willy“, die deutsche Hymne gegen Faschismus und Fremdenfeindlichkeit. Geschrieben in den 1970er- Jahren, markierte es den Beginn seiner Karriere als engagierter, wortgewaltiger Liedermacher. Es berührt noch immer, macht wütend, traurig oder nachdenklich und als wären die vielen Jahre nicht vergangen, spielte und sang Wecker das Lied mit einer Leidenschaft, die an seine jungen Jahre erinnerte. Einen passenderen Konzerteinstieg hätte er nicht wählen können. Musikalischer Querschnitt Es folgten zirka drei Stunden bezaubernde Musik, Poesie und Geschichten. Mit seiner dreiköpfigen Band – Fany Kammerlander am Cello, Jo Barnikel an Klavier und Keyboards sowie Multiinstrumentalist Wolfgang Gleixner – präsentierte Wecker eine stimmige Auswahl seines 40-jährigen musikalischen Schaffens. Jedes Lied umrahmte er mit interessanten Geschichten aus seinem Leben. Sein Engagement für eine bessere, friedliche und gerechtere Welt floss natürlich mit ein, denn engagiert, idealistisch und aktiv ist er wie eh und je. Beste Stimmung Das Publikum kannte die meisten der Lieder, offensichtlich waren viele langjährige Fans des Münchner Liedermachers anwesend. Als Highlights präsentierte Konstantin Wecker erstmals ein Lied aus seiner gerade in Produktion befindlichen neuen CD. Außerdem gab er dem jungen Südtiroler Liedermacher Dominik Plangger die Möglichkeit, ein Lied vor der Menge zu spielen. Wecker fördert den Musiker. Irgendwann ist auch der schönste Konzertabend vorbei. Nach zwei Zugaben und an die drei Stunden bester Unterhaltung war es auch in der Granitstadt Schrems so weit. Der Abend wird den Künstlern wie dem Publikum noch lange in Erinnerung bleiben.

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