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Leserartikel Online Redaktion, 09.03.2016 09:09

SCHREMS. „Traumhaus“, ist das Thema und der Titel der großen Jahresausstellung 2016, die Gäste und Besucher einlädt mit zu träumen und das eigene Traumhaus zu finden. In aufregenden Bildern, Filmen und Rauminszenierungen geht die künstlerische Schau auf die Suche nach außergewöhnlichen Lebens- und Wohnformen von Heute, Morgen und Übermorgen.

Space Town Fotos: IDEA
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Unter der Leitung des international renommierten Architekten und Künstlers Makis Warlamis entstand diese erlebnisreich konzipierte Schau als Zeitreise in die Zukunft. Sie beginnt im Heute mit gebauten Traumhäusern eines Friedensreich Hundertwasser, präsentiert einzigartige Naturformen und gelungene Beispiele aus der Region des Waldviertels und leitet über zu interessanten Zukunftsvisionen. Visionen, die uns Einblicke geben in eine schöne und fröhliche Welt, die uns staunen und wundern lässt und jegliche Zukunftsängste nimmt. Dabei zeigt die Ausstellung durchaus machbare Utopien und eine Vielzahl an Ideen, die Realität werden können.

Das „Heute“ beginnt mit „Traumhäusern“ von Friedensreich Hundertwasser, der mit seinen „gebauten Träumen“ die Herzen der Menschen in der ganzen Welt angesprochen hat wie kaum ein anderer. Seine Gedanken, wie jener dass „ein Haus die dritte Haut des Menschen ist“, sind bis heute revolutionär.

Ein weiteres Segment der Ausstellung widmet sich dem einzigartigen Wissen über das Zusammenwirken von Natur, Architektur und Mensch, das in anonymen Architekturen zu finden ist. Am Beispiel der Vulkaninsel Santorin enstand eine Rauminszenierung, die den Gästen ein „Live“ Erlebnis in der Welt dieser Ur-Architektur ermöglicht. Gelungene Beispiele aus der Region ergänzen die Palette der heutigen Traumhäuser.

Die „Poetische Architekturen“, wie sie Makis Warlamis nennt, leiten zu den Visionen über. Befreit von der „Last“ der Funktionalität und entmaterialisiert wenden sich diese dem Geistigen zu. Zur Hardware kommt also die Software in der Architektur hinzu. In ihrer ungestümen Ausformung nähern sich diese Häuser und Türme den bizarren „Kunstwerken der Natur“, die der deutsche Fotograf und Grafiker Volkhard Hofer in seinen Studien und Bildbänden festgehalten hat. Diese Annäherung von Architektur und Natur wird in den inszenierten Gegenüberstellungen der Architekturen von Makis Warlamis und den Naturaufnahmen von Volkhard Hofer in der Ausstellung greifbar nahe und unmittelbar erlebbar.

Hinzu kommt der große Bereich der Zukunftsvisionen, der faszinierende Ideen-Träume von von Makis Warlamis. Diese reichen von „Plasma Houses“, „Live Towers“ bis zu „Space Towns“, die sich mit Technologien der Nachhaltigkeit in den Bereichen Energie, Klima, Umwelt und Lebensglück befassen.

Ein eigener Teil der umfassenden Schau ist speziell den Kindern gewidmet und ihren Vorstellungen von Traumhäusern und einer eigenen „Kinderstadt“. Die Ausstellung will mit ihren faszinierenden Beispielen selbst überzeugten Zukunfts-pessimisten Hoffnung geben, dass die Zukunft positiv und fröhlich sein kann. Das Projekt agiert in der Art eines „Zukunftslabors“, ist wegweisend und innovativ, vereint komplexe Themen der Kunst, der Natur, der Ökologie und der Technologie und macht diese gleichzeitig einem breiten Publikum zugänglich. Es spricht dabei den Besucher nicht nur intellektuell an, sondern unternimmt den Versuch den Betrachter auch emotional und mental für komplexe Zusammenhänge des (Über)Lebens zu sensibilisieren. Die Menschen sollen angeregt werden mit zu träumen, sich für die Entwicklung der Lebensraumgestaltung zu interessieren, Ideen und Anregungen einzubringen.

Eröffnung der Jahresausstellung 2016 ist am Samstag, 19. März um 10 Uhr.

Kunstmuseum Waldviertel, Mühlgasse 7a, 3943 Schrems

www.daskunstmuseum.at


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