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Im vierten Abo-Konzert Schwanenstadt in der Stadtpfarrkirche spielten Bernhard Bär (Trompete, Dozent für Trompete an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz) und Johannes Hämmerle (Domorganist in Feldkirch) Werke von Erik Satie (La Statue Retrouvée), Johann Nepomuk David (Choralvorspiel Komm heiliger Geist), Georg Friedrich Händel (Suite D-Dur für Trompete und Orgel), Felix Mendelssohn-Bartholdy (Orgelsonate opus 65/II) und Modest Mussorgsky (Bilder einer Ausstellung - in einem Arrangement von Bernhard Bär). 

Johannes Hämmerle
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Nach den beiden modernern Stücken (Satie, David) kam Händels Suite, eine Folge von Tänzen; sie wurde kraftvoll melodisch in urwüchsiger Frische musiziert. In der Orgelsonate von Mendelssohn zeigte der Solist die Verschmelzung der überlieferten Finessen barocker Polyphonie mit dem Ausdruck und dem lyrischen Atem romantischer Melodik zu wohllautender Harmonie in einer perfekten Interpretation. Schluss- und Höhepunkt des Abends war die Aufführung der „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgsky. Ursprünglich für Klavier komponiert, wurde das Werk erst durch die Instrumentierung von Maurice Ravel (1922) richtig bekannt - und berühmt. Die einzelnen Abschnitte snd durch Zwischenspiele - genannt Promenaden - verbunden; in Gnomus geht ein Zwerg in Trippelschritten vorbei, in Bydlo kommt ein Ochsenkarren des Weges, „Samuel Goldenberg und Schmuyle“ schildert das Zwiegespräch eines reichen und eines armen Juden... Das Schlussbild „Das Bohatyr-Tor in Kiew“ vertont den Einzug siegreicher Heere unter Glockengeläut in die alten Zarenstadt - Programmmusik par excellence. Die Fassung für Trompete und Orgel von Bernhard Bär ist ein kongeniales Arrangement. Es zeichnet sich durch phänomentales Stilgefühl und perfekte Abstimmung aus. Die Interpretation war traumhaft: klar, transparent, klangfarbenprächtig und schwungvoll mit direkter Emotionalität. Die Steigerung von „Limoges, le marché“ zum „Bohatyr - Tor in Kiew“ hätte in ihrer Pracht nicht eindrucksvoller sein können. (von Fred Androsch)

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