Waldbrandübung der Superlative stellte große Herausforderungen an Einsatzkräfte
SCHWARZENBERG/DREILÄNDERECK. Es war eine wirklich beeindruckende Übung, die am Wochenende am Dreiländereck über die Bühne ging. Mehr als 1100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Bundesheer, Rotes Kreuz und Bergwacht aus Tschechien, Österreich und Deutschland fragten sich: „Was wäre, wenn im Böhmerwald ein Waldbrand ausbrechen würde?“. Ein Szenario, bei dem sie viel lernen konnten und auch mussten.

Eine so große Übung mit Beteiligten aller drei Nachbarländer gab es noch nie. Doch gerade die Trockenheit der vergangenen Wochen zeigte, dass die Gefahr nicht zu unterschätzen ist.
Große Herausforderungen bestanden vor allem in der Wasserversorgung und in der Kommunikation, denn neben der unterschiedlichen Sprache machten es auch verschiedene Funksysteme nicht einfach, Informationen zu transportieren.
Wassertransport
Günther Gierlinger, Organisator und Übungsleiter, erklärte am Samstag Vormittag: „Heute Nachmittag werden die Einsatzkräfte aller drei Länder zusammenhelfen müssen, um den virtuellen Brand zu bekämpfen. Wir haben aber absolut kein natürliches Wasser im Gebiet, auch wegen der derzeitigen Trockenheit. Deshalb wird dieses von den Beschneiungsanlagen der Hochficht Bergbahnen, vom Moldaustausee und von einem Schotterteich in Klaffer per Hubschrauber herbeigeflogen.“
Viele Schaulustige vor Ort
Insgesamt starteten zehn Hubschrauber aus allen drei Ländern teilweise im Minutentakt vom Absprungplatz in Schwarzenberg, wo sich eine große Zuschauermenge versammelt hatte. Das Interesse der Bevölkerung war groß - eine Herausforderung, die auch im Ernstfall gemeistert werden müsste, denn auch bei einem echten Brand müsse man mit Schaulustigen rechnen, so die Verantwortlichen.
Dabei versuchten sie, die Übung so wirklichkeitsnah wie möglich zu gestalten. Für Rauch am Plöckenstein sorgten extra organisierte Nebelmaschinen aus einem Filmstudio, auch „Verletzte“ und „Vermisste“ galt es zu finden und zu bergen.
Bilanz
Am Samstag Abend endete die Übung offiziell. Bei einer Endbesprechung am Sonntag zogen die Einsatzkräfte Bilanz und besprachen, wo die Zusammenarbeit noch verbessert werden kann.


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