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Bei der Kolonisierung des Oberen Böhmerwaldes war die Stadt Passau das Einlasstor. Bald aber stellte sich heraus, dass man mit der Salzeinfuhr die besten Erträge erzielen konnte.
 

Passau am Zusammenfluss von Donau, Inn und Ilz war einst Sitz der Regierungs- und Handelsmächte.
Passau am Zusammenfluss von Donau, Inn und Ilz war einst Sitz der Regierungs- und Handelsmächte.

 Böhmen ist ein Land ohne Salzbergwerke. Hier wurden den Salzkäufern hohe Preise bezahlt. Aber nicht in Gold wog man Salz auf. Dennoch heißt der Handelsweg zwischen Passau und dem Stapelplatz des Salzes, nämlich der Stadt Prachatitz in Böhmen, Goldener Steig. Auf diesem Weg ist Salz seit Anbeginn auf dem Rücken von Pferden nach Norden verfrachtet worden. Auf ihrem Rückweg brachten sie das auf den fruchtbaren Äckern Böhmens geerntete Weizenkorn in das Mühlviertel und nach Passau und Bayern.

Land bewohnbar gemacht

Die Stadt Passau war einst auch Regierungssitz des Passauer Fürstbischofs, der nicht nur der kirchliche, sondern auch der weltliche Regent war. Sein Land gehörte von Anbeginn an dem Kloster Niedernburg, genannt Hochstift Passau. Auf Initiative der Adelsgeschlechter wurde das Land von den herangeholten Siedlern, Bauern und Dienstleuten bewohnbar und fruchtbar gemacht. Bei der Erschließung des Böhmerwaldes war der Gewinn aus dem Salzhandel von großer Wichtigkeit. Neue Siedlungen entstanden entlang der Salzhandelswege und viele Bewohner fanden Beschäftigung im blühenden Handel.

Verfasser:Fritz Winkler


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