630 Hektar: 22 Prozent aller Erdäpfel im Bezirk wachsen in Schweiggers
SCHWEIGGERS. Die Marktgemeinde hat einen goldenen Boden, was den Kartoffelanbau betrifft. Rund 21.500 Hektar werden österreichweit mit der tollen Knolle angebaut. 113 Erdäpfelbauern (2014: 120 Bauern) bewirtschaften aktuell in der Gemeinde Schweiggers 630 Hektar oder anders ausgedrückt: Drei Prozent der gesamten Kartoffeln Österreichs wachsen in der Waldviertler Gemeinde. Oder eben 22 Prozent der Bezirksfläche.

„Wichtig ist aber in diesem Zusammenhang die Saatkartoffelvermehrungsfläche in der Gemeinde Schweiggers, die ich auf über ein Drittel schätze“, so Dietmar Hipp, Obmann der Bezirksbauernkammer Zwettl und „Schweigginger“. „Dies würde in etwa 220 Hektar entsprechen. Wenn man bedenkt, dass in ganz Österreich rund 1400 Hektar Saatkartoffeln angebaut werden, dann wären das knapp 20 Prozent der gesamten Saatkartoffelvermehrungsfläche Österreichs. Somit hat der Kartoffelanbau hier, insbesondere die Saatkartoffel, einen großen Stellenwert und eine sehr lange Tradition.“
Derzeit ist die Haupterpfi-Ernte gerade voll im Gange. Wie wird diese heuer ausfallen? „Es ist von einer überdurchschnittlichen Ernte auszugehen, bei Bio oder extensiv geführten Beständen werden aber durchaus sehr unterschiedliche Erträge erwartet. Vor allem dort wo die Kraut- und Knollenfäule früh zugeschlagen hat, werden die Erträge unterdurchschnittlich ausfallen“, gibt Hipp Auskunft. Die angesprochene Fäulnis stellte die Bauern – bedingt durch die großen Regenmengen – heuer vor große Herausforderungen. „Fraglich wird noch sein, ob die stark befallenen Flächen nun auch lagerfähig sind oder ob es dann wieder zur Fäulnis kommt.
Preislich ist Österreich derzeit leider das Schlusslicht in Europa“, meint Hipp abschließend, der zuhause selbst 20 Hektar Kartoffel sein Eigen nennt.


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