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SCHWERTBERG. Die Logistikbranche befindet sich im Wandel und um hier frühzeitig die Entwicklungen mit beeinflussen zu können, beteiligt sich die Schwertberger Firma Hödlmayr International AG am Projekt DigiTrans.

Foto: Hödlmayr
Foto: Hödlmayr

Das Projekt wird von der Forschungssförderungsgesellschaft und dem Land OÖ gefördert und schafft eine gut ausgestattete Testumgebung für die Erforschung neuer Technologien im Zusammenhang mit automatisiertem Fahren und Gütermobilität. Konkret wird das LKW-Platooning getestet. Dabei werden zwei oder mehrere Lastkraftwagen über eine „elektronische Deichsel“ verbunden, sodass diese in sehr geringem Abstand hintereinander fahren können. Der LKW-Fahrer wird entlastet, der Treibstoff bis zu 15 Prozent eingespart und der Lenker kann während der Fahrt Verwaltungsarbeiten am mobilen Computer erledigen. Das Unternehmen Hödlmayr nimmt im Zuge dieses Projekts an diesem fünfjährigen Test teil. Der Startschuss fällt voraussichtlich noch in diesem Jahr.

Lokalaugenschein

Kürzlich konnten sich der Firma bei einer Reise nach Californien davon überzeugen, wohin die technologische Entwicklung führen wird. Im Silicon Valley beschäftigen sich Start-up-Unternehmen mit dem Bereich Automotiv und Logistik. Die Vordenker in Californien rechnen mit einer stufenweisen Etablierung im Bereich des autonomen Fahrens. So soll Level 3, das Fahrzeug benötigt fallweise noch Eingriffe durch den Fahrer, 2021 realisiert werden. Level 4 und schließlich 5, das komplett fahrerlose Fahren, wird Experten zufolge etwa um 2030 möglich sein. Ab 2040 werden „Verbote“ und Sanktionsmodelle für manuelles Fahren prophezeit.

Fahrermangel als wirtschaftliche Bedrohung

„Der LKW bringt all jenes was wir tagtäglich brauchen und so muss man um den Fahrermangel entgegen zu wirken, sich überlegen, wie dieser Job in zehn Jahren ausschaut?“, so Geschäftsführer Johannes Hödlmayr. „In Deutschland werden momentan 45.000 LKW-Fahrer gesucht, dass darf in Österreich nicht passieren, daher müssen wir uns überlegen wie wir das Berufsbild für junge Leute wieder attraktiver gestalten können,“ so Hödlmayr weiter. Neben rein wirtschaftlichen Aspekten gibt es auch andere Ansatzpunkte für Verbesserungen, wie das Ansehen des Berufsbildes, die Akzeptanz der Fahrer und die Arbeitsbedingungen. 


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