Hochwasserschutz: Schwertberger können endlich aufatmen
SCHWERTBERG. Im Bereich Hochwasserschutz tut sich in der Gemeinde Schwertberg einiges. Im Laufe der Woche werden die Dämme aufgeschüttet – somit sind zwei Rückhaltebecken bereits funktionstüchtig.

In Schwertberg werden heuer drei große Hangwasserschutzprojekte in Höhe von rund zwei Millionen Euro umgesetzt. Seit Juni wird für das neue Rückhaltebecken in Poneggen und seit Mitte Juli für jenes Auf der Broat´n (das Gebiet östlich des Friedhofs) Tag für Tag gebaggert. Wenn diese Woche die Dämme fertig aufgeschüttet sind, sollte die Überflutungsgefahr gebannt sein und die Bevölkerung in diesen Ortsteilen kann endlich aufatmen.
Sensible Grabungsarbeiten
„Noch am 4. August hat ein Gewitterregen unsere Baustelle Auf der Broat´n verwüstet und die Künetten für die neue Ringwasserleitung und Regenwasserkanal geflutet“, so Bürgermeister Max Oberleitner. Wie geologisch sensibel diese Gegend ist, zeigt auch, dass man bei den Grabungsarbeiten Auf der Broat´n auf unterirdische Quellen stieß, die in der Vergangenheit von der ÖBB eingefasst und in Rohren bis zum Bahnhof geleitet wurden, um die Dampflokomotiven mit Wasser zu speisen. Das Rückhaltebecken Broat´n kann künftig rund 550 Kubikmeter Hangwasser auffangen. Der Damm wird rund 1,5 Meter hoch und etwa 30 Meter lang. Bis 2021 soll das neue Rückhaltebecken auch noch mit einem Ausleitungskanal mit dem bestehenden Rückhaltebecken am Mühlenweg verbunden werden, um einen 100-jährigen Hochwasserschutz für die Bewohner der Pergerstraße erreichen zu können.
Nicht nur sicher, sondern auch schön in der Landschaft
Unglaubliche Erdbewegungen finden vor allem in Poneggen statt: Dieses Rückhaltebecken wird rund 3,2 Millionen Liter Hangwasser fassen können. Der Gewässerbezirk hat einen Großteil des Beckens bereits gegraben. Das gewonnene Erdmaterial wird mit Kalk vermengt, zu einem rund drei Meter hohen Damm aufgeschüttet. Oberleitner weist dar-auf hin, dass alle Rückhaltebecken nach Abschluss der Bauarbeiten wieder begrünt und sich somit schön ins Landschaftsbild einfügen werden. Die Gemeinde hat für die jetzigen Retentionsmaßnahmen rund 20.000 Quadratmeter Grund angekauft und möchte dort auch schöne Blühwiesen für die Bienen anlegen. Im Herbst gehen die Bauarbeiten für den Hangwasserschutz in Doppl und in Winden/Windegg weiter.


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