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SENFTENBERG.  Das „Nuhr Medical Center“ investiert 15 Millionen Euro in den Neubau und die Modernisierung seiner Kur- und Rehaklinik in Senftenberg. Auch dank eines neuen Vier-Sterne-Hotels will man künftig verstärkt internationale Gäste ansprechen und die Nächtigungszahlen deutlich steigern. Vertreter des Familienunternehmens stellten ihre Ausbaupläne gemeinsam mit Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) am heutigen Freitag bei einer Pressekonferenz vor.  

  1 / 3   Stellten die Ausbaupläne bei einer Pressekonferenz vor: Kaufmännische Leiterin Mayra Nuhr, Klinikchef und Ärztlicher Leiter Martin Nuhr sowie Landeshauptmann Erwin Pröll. Foto: Brandt

Rundum erneuert will sich das „Nuhr Medical Center“ im Sommer 2018 präsentieren. Am bestehenden Standort in Senftenberg soll ein viergeschossiger Neubau und ein neuer Außenbereich mit einem öffentlichen Park entstehen. Der Betrieb wird während der gesamten Bauzeit fortgeführt. Erst nach der Eröffnung des neuen Centers soll das bestehende Gebäude abgerissen werden. Im Erd- und Obergeschoß des Neubaus sollen künftig die medizinischen Behandlungsräume, ein Ärztezentrum, Verwaltung, Schwimmbad, Sauna sowie das hauseigene Restaurant Platz finden. Im Dachgeschoß ist die Errichtung eines Vier-Sterne-Hotels mit 30 Zimmern und Suiten geplant. Im Keller sollen sämtliche Haus-, Neben- und Technikräume untergebracht werden.

Gründe für Neuausrichtung

Seit seiner Gründung im Jahr 1954 wurde das Gesundheitszentrum in mehreren Bauetappen weiterentwickelt. Mittlerweile sei die Raumaufteilung jedoch nicht mehr zeitgemäß, begründet das  “Nuhr Medical Center“ seine Neuausrichtung. Insgesamt 15 Millionen Euro investiert das Familienunternehmen in seine Zukunft, das Land Niederösterreich unterstützt das Vorhaben mit einer 15-prozentigen Förderung. Von dem Neubau sollen zahlreiche regionale Firmen profitieren.

Künftig auch Kurzaufenthalte möglich

Neben einer modernen Architektur will man sich auch konzeptionell als „Health Care Center“ neu ausrichten. Im hauseigenen Ärztezentrum, welches verschiedene medizinische Fachbereiche abdeckt, soll es künftig möglich sein, verschiedene körperliche Beschwerden während eines einzigen Aufenthalts abklären zu lassen, erklärt Klinikchef Martin Nuhr. Neben den klassischen 14-tägigen Kuraufenthalten könnten künftig auch Kurzaufenthalte mit diagnostischen oder präventiven Schwerpunkten gebucht werden. Auf diese Weise will man auch verstärkt jüngere Gäste anlocken.

Internationales Publikum ansprechen

Nach Angaben der Kaufmännischen Leiterin Mayra Nuhr werden im „Nuhr Medical Center“ derzeit jährlich rund 3500 Patienten behandelt und 2,3 Millionen therapeutische Anwendungen durchgeführt. 68 Prozent der Therapien würden von den Patienten privat bezahlt, der Rest über Verträge mit Sozialversicherungsträgern abgerechnet. Viele Patienten kämen aus der näheren Umgebung, man habe aber auch Gäste aus ganz Österreich, Deutschland und den Niederlanden. Verstärkt angesprochen werden sollen künftig Kunden aus dem Nahen Osten, Russland und dem arabischen Raum.

Kooperation mit Kremser Hochschulen

„Der Gesundheitstourismus hat eine besondere Bedeutung in Niederösterreich“, bekräftigt auch Landeshauptmann Erwin Pröll. Landesweit entfielen 30 Prozent der Nächtigungen auf diesen Bereich. Erfreut zeigte sich der Landeshauptmann, dass sich die Neuausrichtung des „ Nuhr Medical Center“ ins bestehende Wissenschafts- und Forschungsnetzwerk in der Region einfüge. Pröll verwies hier auf Kooperationen mit der Donau-Universität und der neu errichteten Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften in Krems.

Große Freude bei Gemeinde

„Die Gemeinde steht voll hinter diesem Vorzeigeprojekt“, betont Bürgermeister Josef Ott (ÖVP). Sein Dank gilt der Familie Nuhr und dem Land Niederösterreich für die beträchtliche Investition.


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