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NEUZEUG. Als Unternehmer und Fußball-Funktionär ist Herbert Obermayr in der Region bekannt. Tips hat das Original aus Sierning besucht.

"Der weiße Pick-Up ist mein Markenzeichen".
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Herbert Obermayr ist gerne unter Leuten. Mit seinem Vornamen wird er so gut wie nie angesprochen. „Seit der Volksschule sagen alle Obi zu mir. Das ist genauso ein Markenzeichen von mir wie mein weißer Pick-Up“, erzählt der 66-Jährige, der seit Anfang 2015 in Pension ist. Davor hat er erfolgreich eine Tischlerei in Neuzeug geführt, die er 1984 von seinem Vater übernommen hat. Damals änderte er gleich den Firmenwortlaut auf Obimöbel. „Den Namen habe ich mir sogar rechtlich schützen lassen.“

Betrieb ausgebaut

Die Tischlerei hat Obermayr vom Drei-Mann-Betrieb Schritt für Schritt ausgebaut. „Um das Jahr 2000 hatten wir 13 Mann und sind viel herumgekommen, haben zum Beispiel viele Heurige in Wien mit unseren Massivholzmöbeln beliefert.“ Die Zeiten sind allerdings auch wieder schwieriger geworden und so wurde der Betrieb wieder verkleinert. Vor dreieinhalb Jahren hat „Obi“ die Firma an seinen langjährigen Mitarbeiter Kurt Schendlinger übergeben. „Es war der richtige Zeitpunkt.“ Dass seine drei Kinder andere Wege gehen, hatte sich früh abgezeichnet. „Man muss das mit Freude machen. Es war mir sehr wichtig, dass es weitergeht“, betont der 66-Jährige, der nach wie vor mit Rat und Tat zur Seite steht und Aufträge an Land zieht.

Schwerer Unfall

Ein harter Verhandler sei er nie gewesen. „Mein Motto ist leben und leben lassen. Das gilt für die Tischlerei ebenso wie den Fußballverein.“ Damit spricht Obermayr seine große Leidenschaft an. Bereits als 17-Jähriger hat er in der Kampfmannschaft des SV Sierning debütiert und als Stürmer zahlreiche Tore erzielt. Ein Verkehrsunfall stoppte die hoffnungsvolle Karriere. „Ich habe danach den Anschluss nicht mehr geschafft“, erzählt „Obi“.

Höhenflug der Fußballer

Später ist er beim Verein als Nachwuchstrainer wieder eingestiegen und hat 1988 als Präsident die Führung übernommen. „Ich habe das über 30 Jahre gemacht. Es war eine wunderschöne Zeit. Ich hatte ein tolles Team hinter mir, allen voran mit Erwin Ott“, blickt Obermayr zurück. Eine Zeitlang war der SVS gar die Nummer eins in der Region Steyr, spielte jahrelang in der OÖ-Liga. Auf dem Weg dorthin hat man zum Beispiel 2008 den Landesliga-Meistertitel vor dem SK Vorwärts gefeiert. 2007 kamen gegen die Steyrer gar 4.000 Zuschauer auf den kleinen Sportplatz. Ein Rekord für die Ewigkeit. Seit seinem Rücktritt als Präsident im Jahr 2011 ist es mit dem Klub sportlich wieder bergab gegangen, mittlerweile spielt man wieder in der Bezirksliga. Dass Obermayr viel Geld in den Fußball gesteckt hat, bereut er nicht. Schon eher, dass neben Unternehmen und Sport das Private oft zu kurz kam.

Viel auf Reisen

Am Sportplatz ist er als Unterstützer und Fachmann nach wie vor gefragt, jetzt bleibt aber auch mehr Zeit für andere Hobbys wie das Skifahren. „Das Wichtigste ist die Gesundheit“, betont der 66-Jährige, der seit 2006 in zweiter Ehe mit Margreth verheiratet ist. Durch sie ist der einstige Reisemuffel auch viel in der Welt herumgekommen. „Wir waren überall, auch in den USA und Kanada.“ Zu Hause ist es für den waschechten Sierninger immer noch am schönsten. „Ich lasse mich nicht verpflanzen.“

Zur Person: Herbert Obermayr wurde am 18. Juni 1952 im Sierninger Krankenhaus geboren. Seine Mutter musste damals zu Fuß den langen Weg ins Spital machen. Unter Vater Georg machte er die Tischlerlehre, 1979 den Meisterbrief und übernahm 1984 den Betrieb, seit 2015 ist „Obi“ in Pension. Seine erste Ehe mit Monika hielt 22 Jahre (Kinder Markus, Wolfgang, Kathrin). Seit 2006 ist Obermayr in zweiter Ehe mit Margreth verheiratet.


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