Wo Schicksalsschläge das Leben ändern, braucht es helfende Hände
SONNTAGBERG. Mitte Mai erlag Vladimir Strugov (54) einem plötzlichen Herzinfarkt. Seine älteste Tochter (14) kämpfte zwar bis zum Eintreffen des Notarztes verzweifelt um sein Leben. Der Arzt konnte kurze Zeit später aber nur mehr den Tod feststellen.

Der gebürtige Russe, der erst vor wenigen Jahren nach Österreich immigrierte, hinterlässt eine Frau, drei Töchter (14, 12 und 10 Jahre) und einen zweijährigen Sohn. Da der Vater keine Arbeit fand und somit in seiner neuen Heimat nicht Fuß fassen konnte, stehen die Hinterbliebenen nun vor dem Nichts. Am schwersten verständlich ist es für den Kleinen. Jeden Tag nimmt er die Schuhe seines Vaters, weil er spazieren gehen möchte. Das hat immer sein Papa mit dem Zweijährigen gemacht.Spontane SpendenaktionEine junge, engagierte Nachbarin des Mehrparteienhauses in Hilm, selbst Mutter von vier Kindern, ergriff Initiative und rief auf Facebook spontan eine Sachspendenaktion ins Leben. Die Hilfswelle an Kinderbekleidung, Spielzeug und anderen Sachspenden war überwältigend. Davon ist nun reichlich vorhanden. Woran es aber immer noch mangelt, sind alltägliche Selbstverständlichkeiten wie Nahrungsmittel, Kleinkindernahrung, Windeln, Hygieneartikel und so weiter. Wer die Witwe mit den vier Halbwaisen unterstützen möchte, wendet sich bitte an Initiatorin Yvonne Zeilinger (Kontakt siehe unten). So groß Zeilingers Freude über die Hilfswelle ist, so entsetzt zeigt sie sich über Negativ-Reaktionen so mancher Mitbürger: „Nationalität oder Hautfarbe dürfen keine Rolle spielen, wenn Hilfe benötigt wird. Es geht hier um vier Kinder, die ihren Vater, und eine Frau, die ihren Gatten verloren hat.“ Deren Zukunft scheint im Moment mehr als ungewiss.
Waidhofnerstr. 4 b/163332 Sonntagberg/HilmTelefon: 0680/2444689E-Mail: yvonnezeilinger@gmail.comwww.facebook.com/yzeilinger?fref=ts


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden