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ST. AEGIDI. Im Jahr 2014 hat die Gemeinde St. Aegidi den Agenda-21-Prozess mit Bürgerbeteiligung gestartet und das mit sensationellem Erfolg. Zahlreiche Projekte, wie die Wiederbelebung des Kirchenwirtes, ein Open-Air-Kino, das offene Bücherregal oder der Sauwalderdäpfelkirtag, sind da‑raus entstanden. Nun wird auf dieser Basis weitergearbeitet, um ein lebendiges Dorf zu bleiben.

  1 / 2   In der Gemeinde St. Aegidi werden die Bürger seit 2014 intensiv in die Projektarbeit einbezogen. Foto: EAuinger

Eine Gruppe, die aus dem Bürgerbeteiligungsprozess entstanden ist, beschäftigt sich mit der Neugestaltung des Dorfplatzes und des Dorfzentrums. Entstehen soll ein multifunktionales Gebäude, das sowohl ein BürgerInnenhaus sowie das Gemeindeamt und das Projekt „Leben und Arbeiten am Land“ beherbergen soll. Im Jahr 2019 erfolgt die Ausschreibung eines Architektenwettbewerbes für das Gesamtkonzept des Dorfzentrums, das auch die Erweiterung des Feuerwehrhauses und des Musikprobenraumes beinhaltet. 2020/2021 soll der erste Bauabschnitt (BürgerInnenhaus) erfolgen und für die Jahre 2024/2025 ist aus heutiger Sicht die Erweiterung des FF-Hauses sowie des Musikprobenraumes geplant.

Leben und Arbeiten am Land

Für das Projekt „Leben und Arbeiten am Land“ wurde eine eigene Arbeitsgruppe eingerichtet. „Wir möchten gerne Arbeitsplätze für Ein-Personen-Unternehmen schaffen. Das Problem ist, dass wir weit weg vom Zentrum wohnen und eine schlechte Verkehrsanbindung haben. Durch das schnelle Internet ist man aber flexibel und kann weltweit agieren. Wir möchten den Jungunternehmern Büroräume mit perfekter Internetanbindung zur Verfügung stellen und sehen uns so als Impulsgeber für Privatunternehmer“, erklärt Bürgermeister Eduard Paminger.

Bildung

Aber nicht nur für Unternehmer ist die Gemeinde attraktiv, auch Familien finden in St. Aegidi alles, was sie brauchen. Sowohl Kindergarten als auch Volksschule und Neue Mittelschule sind in der Sauwaldgemeinde vorhanden und zeichnen sich laut Paminger unter anderem durch besonders engagierte Pädagogen aus. Die Volksschule ist die einzige im Bezirk mit Musikschwerpunkt und die Neue Mittelschule hat ihren Schwerpunkt auf Interessens- und Begabungsförderung gelegt. „Die Stärke unserer Schulen ist, dass die Schüler als Individuen wahrgenommen und gefördert werden. Wichtig ist aber vor allem, dass die Eltern ihre Kinder auch in unsere Schulen schicken, damit wir den Standort absichern können“, so Paminger.

Vereinsleben

Damit die jungen Gemeindebürger auch im Ort bleiben, leisten die Vereine und Körperschaften ausgezeichnete Arbeit. Egal ob in den Sportvereinen, der Musikkapelle oder in der Feuerwehr, die Jugendarbeit wird in St. Aegidi großgeschrieben. „Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag gegen die Landflucht“, ist Paminger überzeugt.


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