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ST. FLORIAN. Nie ist auch nur ein Sonnenstrahl durch die drei gotischen Blindfenster im Stift St. Florian gedrungen. Nun haben sich elf Künstler gefunden, die den Kirchenfenstern neues Leben eingehaucht haben.

Gotische Blindfenster
Gotische Blindfenster

Die gotische Stiftskirche von St. Florian war eine nicht nur für damalige Verhältnisse respektable Bauleistung. Im aktuellen barocken Kirchenbau der Stiftsbasilika stecken heute noch das alte Fundament und der gotische Kern – von diesem ist aber bis auf wenige Spuren nichts zu sehen. Die gotische Kirche hatte ursprünglich nur einen Turm, dessen Mauerreste im heutigen Südturm verborgen sind. Vom Dachboden aus kann man hier noch interessante Relikte der damaligen Kirche entdecken: Fragmente von drei gotischen Blindfenstern, die den Turm damals an den Außenseiten schmückten.

Verborgene Fenster

Der Augustiner Chorherr Ferdinand Reisinger war von diesen verborgenen Fenster, die nie Fenster waren, fasziniert. Er fand die grafische Gestalt der drei Fenster ästhetisch derart ansprechend und interessant und meint, dass „sie dem versteckten Dasein da oben unterm Dach entrissen werden müssten.“ So entstand bei ihm die Idee Spezialisten aus seinem Künstlerfreundeskreis dafür zu gewinnen Entwürfe für imaginäre Glasfenster zu gestalten, um daraus eine gemeinsame Ausstellung zu schaffen.

In neuem Licht

Eine Verbindung von Alt und Neu – ein Versuch die gotischen Blindfenster, Fenster durch die nie ein Sonnenstrahl gedrungen ist, in einem neuen Licht erscheinen zu lassen und so Historisches und Verborgenes neu zu interpretieren. Elf Künstler hauchen nun mit ihren Arbeiten diesen Fenstern neues Leben ein. Gezeigt werden die Werke in den unterschiedlichsten Techniken, die von Entwurfszeichnungen auf Papier bis zur Hinterglasmalerei reichen.

Spezialführung

Seit Mitte März kann die Ausstellung besucht werden. Am Sonntag, 8. April findet nun eine Spezialführung statt. Treffpunkt ist um 14 Uhr in der Stiftsbasilika St. Florian. Der Eintritt ist frei.


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