Kunstgespräch zur Ausstellung Herbert Friedl und Ferdinand Reisinger
ST. FLORIAN. Die Augustiner Chorherren von St. Florian zeigen derzeit Werke von Herbert Friedl und Ferdinand Reisinger aus den Sammlungen des Stiftes. Dazu findet am 13. Jänner um 15 Uhr ein Kunstgespräch statt.

Herbert Friedl, erst kürzlich mit 75 Jahren verstorben, zählte zu den namhaftesten Zeitgenossen im Bereich der bildenden Kunst in Oberösterreich. Durch seine persönliche Note in den stillen Holzschnitten und Radierungen war er in seiner Handschrift und „Handarbeit“ unverkennbar. Er hinterließ deutliche Spuren in der Gestaltung von Kirchen und Sakralräumen wie etwa in Pregarten, Treffling und Ebensee. Sein persönliches Engagement für die tiefe Bearbeitung von belasteter Vergangenheit ist in der Gestaltung des Schlosses Hartheim erlebbar. Er hat sich mit Nazi-Opfern identifiziert, hat aber auch Geschichte in größerem Zusammenhang durchleuchtet, gerade auch in der Spannung von Natur und Geschichte.
Markante Stationen
Für das Stift St. Florian hat Professor Friedl zwei markante, aber nicht aufdringliche „Stationen“ geschaffen: den Gedenkstein an die Selige Wilbirg in der Vorhalle der Basilika (1991) und vor allem den Meditationsraum in der Kreuzkapelle des Schlagerhauses (2013). Das Buch über diese Kapelle - „Im Kreuz ist Heil“ - ist seine letzte künstlerische Arbeit. Das Kunstgespräch findet am Sonntag, 13. Jänner um 15 Uhr im Primizstock des Stiftes St. Florian statt.


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