Detailarbeit als Hobby: St. Florianer baut Dampflokomotiven nach
ST. FLORIAN. Nicht in jedem Garten fährt eine Echtdampf-Eisenbahn seine Runden – in Robert Wögers Garten schon, und zwar gleich zwei davon.

Man traut seinen Augen kaum, wenn man zum ersten Mal Robert Wögers Garten betritt und dabei zusieht, wie eine Dampflock im Maßstab 1:6 weißen Rauch in die Lüfte stößt. Besonderer Beliebtheit erfreut sich die Dampflock bei Wögers Enkelkindern, die keine Gelegenheit ungenutzt lassen, um auf den Waggons Platz zu nehmen.
Techniker aus Leidenschaft
Der Elektrotechniker im Ruhestand, der auch mechanisch so begabt ist, wie kaum ein anderer, hat im Jahr 1995 seine Liebe zu Dampflokomotiven entdeckt, seither baut er sie nach. „Es ist zu einem richtigen Hobby geworden, an der grünen Bahn habe ich etwa acht Jahre gearbeitet, mit Unterbrechungen natürlich“, erzählt Wöger, dessen Werkstatt aussieht wie eine Produktionshalle eines Zerspanungstechnikers.
Wöger liebt das Detail und hat jedes einzelne Teil seiner Dampflock selbst hergestellt. Neben drei Drehbänken, zwei Fräsmaschinen, einer Blechbearbeitungsmaschine und einer Schweißausrüstung sind noch allerhand Werkzeuge, Vorrichtungen und Pläne in Wögers Werkstatt zu finden. „Dort fühle ich mich am wohlsten; ein perfekter Ort um abzuschalten“, sagt Wöger, dessen Hobby erst durch die Hilfe seines Vaters Gestalt annahm. „Alles, was ich heute im Bereich der Mechanik kann, habe ich von meinem Vater gelernt. Wir haben das Projekt damals gemeinsam gestartet, seit seinem Tod arbeite ich nun alleine daran weiter.“ Seiner Dampflok hat er den Namen Viktor gegeben, den Namen seines Vaters.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden