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ST. GOTTHARD. So wie jede Medaille zwei Seiten hat, so ist das auch mit dem Leben am Land. Viele müssen einen Stau bei ihrer Fahrt zur Arbeit in Kauf nehmen, das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln ist eher dürftig, und, kein Internetbetreiber wird je kleine Dörfer oder Siedlungen mit Breitband-Infrastruktur versorgen, wo es nicht gewinnbringend oder rentabel ist.
 

Ohne eine schnelle Internetverbindung ist ein Leben nicht vorstellbar. Foto: Wodicka
Ohne eine schnelle Internetverbindung ist ein Leben nicht vorstellbar. Foto: Wodicka

Daher stellt der Bund für den Zeitraum 2015 bis 2020 die sogenannte „Breitband-Milliarde“ zur Verfügung. Ein Unternehmen, das sich bereit erklärt, in „nicht rentable“ Gebiete diese Infrastruktur zu bauen, erhält eine Förderung von etwa 50 Prozent der Baukosten vom Bund und 20 Prozent von Seiten des Landes OÖ. Die Gemeinde St. Gotthard hat ebenfalls Interesse, alles zu tun, damit auch nicht rentable Gebiete einen vollwertigen Internetanschluss erhalten. „Die flächendeckende Versorgung durch eine Breitbandanbindung mit Glasfaser ist ein wichtiges Thema für uns und wird immer wichtiger“, erklärt Bürgermeister Josef Rechberger, der weiter ausführt: „Die Entwicklung in diesem Gebiet wird in den nächsten drei bis vier Jahren weiter rapid ansteigen. Uns ist es daher wichtig, die Chance zum flächendeckenden Breitbandausbau unbedingt zu nützen. Der Bedarf einer schnellen, zuverlässigen und ausbaufähigen Verbindung ist schon jetzt gegeben und wird weiter steigen. Man denke nur an Home Office, die Erledigung von Schulaufgaben, Streaming und verschiedene private Nutzungsmöglichkeiten.“

Momentane Situation ist nicht zufriedenstellend

Aber Arbeiten von zu Hause aus, Anbindung an soziale Dienste für ältere Menschen, Videotelefonie über Skype, Fernkurse und Fernstudium, Fotos für Fotobuch oder externe Sicherung hochladen, Mediathek des ORF, Netflix und andere Videoanbieter nutzen, das ist in vielen Ortschaften in der Gemeinde nicht oder nur eingeschränkt möglich. Sogar Pflegerinnen, die die 24-Stunden-Pflege erfüllen, gehen am liebsten dorthin, wo sie gute Internetverbindungen haben, um mit ihren Familien in Kontakt bleiben zu können. Rechberger: „Aus diesem Grund laden wir die Bürger zu einem Informationsabend ein, bei dem alle Fragen, die sich rund um dieses Thema ergeben, durch Experten des Landes Oberösterreich beantwortet werden. Die Informationsveranstaltung findet am Mittwoch, 4. April um 19.30 Uhr im Gemeindesaal im Amtshaus der Gemeinde St. Gotthard statt.“


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